Norbert Schmidt, frühere Vorstandsvorsitzende der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg, verstorben
Verstorben

Norbert Schmidt war von 1986 bis Ende 2003 Vorstandsvorsitzender der Volksbank-Raiffeisenbank in Amberg. Archivbild: Hartl

Kampf gegen die Krankheit verloren

Amberg. (kan) Für die, die ihn nicht näher kannten, mag die Nachricht von seinem Tod überraschend kommen: Norbert Schmidt, der frühere Vorstandsvorsitzende der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg, ist am vergangenen Samstag im Alter von 72 Jahren gestorben - nach langer schwerer Krankheit. Als er sich vor bald zwölf Jahren aus dem Berufsleben verabschiedete, da titelte unsere Zeitung: "Ein Urgestein des Amberger Geldes tritt ab."

Der Name Schmidt war engstens mit dem Geldinstitut verbunden. Der gebürtige Amberger war 43 Jahre bei der Bank. 25 Jahre gehörte er dem Vorstand an, 17 Jahre war er dessen Vorsitzender. Als er 2003 in den Ruhestand ging, sagte er, er sei besonders stolz darauf, dass er in all den Jahren an der Spitze des Unternehmens niemals einen Mitarbeiter aus wirtschaftlichen Gründen habe entlassen müssen. Zur vermehrt geforderten Kreativität in schwierigen Zeiten äußerte sich Schmidt einmal so: "Die Glühbirne ist auch nicht durch die Weiterentwicklung der Kerze entstanden."

Schmidt war ein echtes Eigengewächs, seine Ausbildung bei der Volksbank hatte er 1960 begonnen. Damals erwirtschaftete das Unternehmen eine Bilanzsumme von rund 15 Millionen Mark. Im Jahr vor Schmidts Ruhestand waren es dann 446,6 Millionen Euro.

Privat lag Norbert Schmidt der TV 1861sehr am Herzen, In seiner Zeit als Schatzmeister wurde das Sportheim an der Werner-von-Siemens-Straße gebaut. Von 1978 bis 1986 war er Vorsitzender des Turnvereins, 1999 ernannte man ihn zu dessen Ehrenmitglied. Norbert Schmidt war auch Träger der silbernen Landkreismedaille und erhielt 2005 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Trauergottesdienst ist am Freitag, 12. Juni, um 14 Uhr in der Basilika St. Martin, Urnenbeisetzung anschließend im Katharinenfriedhof.
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