OTH Amberg-Weiden mit Plus bei Drittmitteln
Heiß auf Forschungsgelder

22 Beispielprojekte auf 150 Seiten: OTH-Vizepräsident Professor Dr. Alfred Höß, Präsidentin Professor Dr. Andrea Klug, Dr. Veronika Wiesmet (Institut für angewandte Forschung) und der Referent für Forschung, Wissens- und Technologietransfer, Michael Tschapka (von links), stellten den Forschungsbericht 2015 vor. Bild: Huber

44 000 Euro darf ein Professor an der OTH im Schnitt für seine Forschungsprojekte ausgeben. Eine Summe, um die andere Wissenschaftler in Bayern ihre Kollegen in Amberg und Weiden beneiden.

Beim Einwerben von Drittmitteln - Geld, das von der Wirtschaft und aus staatlichen Forschungsprogrammen stammt - hat die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden einen beachtlichen Sprung nach vorne gemacht. Im vergangenen Jahr belief sich die Summe des Forschungsvolumens auf rund 3,5 Millionen Euro nach 2,8 Millionen Euro 2014.

"Wir forschen nicht im luftleeren Raum", sagte OTH-Präsidentin Andrea Klug bei der Vorstellung des Forschungsberichtes. "Unser Know-how fließt direkt in die Entwicklung und Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen." Um dies zu bewerkstelligen, arbeite die Hochschule eng mit renommierten, regional, national und international tätigen Unternehmen zusammen. "Aus der Region für die Region, aus der Praxis für die Praxis - dieser Gründungsauftrag ist unserer Hochschule in die Wiege gelegt worden. Um ihn zu erfüllen, knüpfen wir starke Netzwerke", erklärte Klug.

Laut Bilanz für das Jahr 2015 betrug das Forschungsvolumen 3,5 Millionen Euro. Umgerechnet auf die 82 an der OTH beschäftigten Professoren ergibt sich ein Durchschnittsbudget von etwa 44 000 Euro pro Professor. "Damit gehören wir zur Spitzengruppe in Bayern", sagte Klug. Der hohe Wert spiegelt sich in zahlreichen Projekten wider - aber auch in der Mitarbeiterzahl. Mit den Drittmittelprojekten an der Hochschule befassen sich mittlerweile zusätzlich 59 Angestellte.

22 Beispielprojekte


Der Forschungsbericht 2015 ist 150 Seiten stark und enthält beispielhaft 22 ausgewählte Projekte des vergangenen Jahres. "Bargeldlos oder bar jeglichen Verstands? Was die Abschaffung des Bargelds bringt oder eben nicht" heißt eine Studie, die Professor Franz Seitz (Betriebswirtschaft) bearbeitet hat. Laut Seitz kommt sie zu dem Ergebnis, dass eine Abschaffung von Bargeld mehr Nach- als Vorteile für eine Volkswirtschaft mit sich bringt. Mit Fragen des Patentrechts befasste sich eine Arbeit von Professorin Ursula Versch (Maschinenbau/Umwelttechnik).

"Die Klassifikation technischer Schutzrechte - Klassifizieren Patentämter unterschiedlich?" lautete ihre Fragestellung. Professor Frank Schäfer (Wirtschaftsingenieurwesen) nahm "Europäische Potenziale am Beispiel länderübergreifender Kooperationsprojekte" unter die Lupe.
Aus der Region für die Region, aus der Praxis für die Praxis - dieser Gründungsauftrag ist unserer Hochschule in die Wiege gelegt worden. Um ihn zu erfüllen, knüpfen wir starke Netzwerke.OTH-Präsidentin Andrea Klug
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