Prüfungsbester Fliesenleger
Nächste Schöppl-Generation

Stolz auf den Junior: Bernhard Schöppl (rechts) freut sich mit Sohn Christoph (links daneben), der als Fliesenleger-Geselle Prüfungsbester geworden ist. Mit auf dem Foto die Verantwortlichen der Bauinnung und der Betriebe, aus denen weitere Top-Absolventen kommen. Hinten in der Mitte Innungsobermeister Johann Seidenschwand. Bild: hfz

Für 35 Auszubildende aus dem Bauhandwerk endete mit der Freisprechungsfeier der Bauinnung Regensburg die dreijährige Ausbildung zum Fliesenleger, Maurer, Betonbauer oder Zimmerer. Einer der Prüfungsbesten kommt aus Amberg und führt damit die Tradition seiner Familie weiter.

Amberg/Regensburg. (tk) Innungsobermeister Johann Seidenschwand (Neustadt an der Donau) rief die Absolventen laut einer Presse-Info dazu auf, stets positive Aushängeschilder des Bauhandwerks zu sein. Er stellte den neuen Imagefilm der Bauinnung Regensburg vor und bat die Gesellen, die Inhalte zu verinnerlichen. Dies auch im eigenen Interesse. Baugesellen sind nach seinen Worten Menschen, die jeden Tag stolz auf das sein können, was sie leisten, nämlich "die Welt am Laufen halten".Beim Dank an die Betriebe für ihre oft jahrelange Bereitschaft zur Ausbildung stellte Seidenschwand die vorbildliche Leistung des Handwerks in den Mittelpunkt. Er rief in Erinnerung, dass die Ausbildungsquote in einzelnen Branchen bei acht Prozent liege, in der Großindustrie lediglich bei einem Prozent oder darunter.

Der Innungsobermeister warb auch mit Blick auf die Finanzen für das Bauhandwerk: In den ersten drei Jahren hätten die nun ehemaligen Azubis 38 000 Euro brutto erhalten: "Knapp 300 000 Euro werden Sie bis zum 25. Lebensjahr verdient haben, und knapp 500 000 Euro, bis Sie 30 sind. Diesen Rückstand muss der Akademiker erst mal aufholen, was er übrigens aufgrund seines späteren Einstiegs in das Erwerbsleben oft gar nicht mehr bis zur Rente schafft."

Aufgrund ihrer hervorragenden Ausbildungsleistungen besonders geehrt wurden die Prüfungsbesten. Bei den Fliesenlegern ist das Christoph Schöppl von der Amberger Firma Fliesen Schöppl GmbH, die sein Vater Bernhard leitet.

Damit geht die Familientradition weiter: Christophs Urgroßvater Jakob hatte 1928 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, und Großvater Johann 1961 das Geschäft übernommen, in dem nun der seit 1991 tätige Bernhard Schöppl der Chef ist.
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