Regionale Geldbranche in Bewegung - VR-Bank und Nordoberpfalz: Vorstände und Aufsichtsräte ...
Fusion, Filialabbau, reduzierte Schalterzeiten

Andreas Reindl, Vorstand der VR-Bank Amberg. Bild: Hartl
Die Finanzbranche in der Region ist in Bewegung: Die Volks- und Raiffeisenbank Amberg steckt mitten in der Fusionsvorbereitung mit der Volksbank Nordoberpfalz, die Sparkasse Amberg-Sulzbach dünnt ihr Filialnetz aus und setzt parallel dazu auf Telefon, Internet und mobile Beratung, das eine oder andere Unternehmen hat in jüngster Zeit seine Schalteröffnungszeiten reduziert, an der Peripherie soll es unseren Informationen zufolge Gespräche unter benachbarten Genossenschafts-Instituten hinsichtlich einer eventuellen Zusammenarbeit geben.

Immer ein Thema

An Letzterem ist die VR-Bank Amberg nicht beteiligt, versicherte Vorstand Andreas Reindl auf Nachfrage, wenngleich er nichts gegen ein Amberg-Sulzbacher Genossenschaftsgefüge hätte: "Für uns ist das immer ein Thema. Aber das müssen die Kollegen wollen", schilderte er die aktuelle Lage. Zum Stand der Dinge bei der Zusammenführung zwischen Nordoberpfalz und Amberg gab sich der Sprecher eher zurückhaltend und berief sich auf seinen Weidener Vorstandskollegen Gerhard Ludwig. Dieser hat es in einem Zeitungsinterview dieser Tage so formuliert: "Zwischen den Vorständen laufen intensive Gespräche über künftige Geschäftsstrategien. Jetzt ist es das Ziel, unter Mitwirkung der beiden Aufsichtsräte, die Grundlage für ein erfolgreiches Handeln am Markt zu entwickeln. Wir hoffen, dass dies gelingt."

Potenziale nutzen

Auf die allgemeine Lage der Genossenschaftsbanken in Deutschland überleitend, sagte Reindl, dass es republikweit rund 1100 eigenständige Geldhäuser dieser Art gebe. Dass es dabei bleibt, erschien ihm eher fragwürdig. In Zukunft werde man sich Einsparungspotenziale zunutze machen müssen. Schließlich gebe es eine Reihe kostspieliger Aufgaben, die jedes Institut zu erfüllen habe, egal wie groß es aufgestellt ist: "Und das kann sich unsere Organisation dauerhaft nicht leisten", war sich Andreas Reindl sicher.

Suche nach Lösungen

Um dem Rechnung tragen zu können, sei die Fusion mit den Genossen aus der nördlichen Oberpfalz beschlossen worden: "Wir suchen nach Lösungen und solche gibt es vor Ort nicht. Deshalb mussten wir außerhalb schauen", erläuterte Reindl.

Zur aktuellen Entwicklung bei der Sparkasse Amberg-Sulzbach wollte sich der VR-Bankvorstand nicht äußern: "Was den Mitbewerber anlangt, steht es mir nicht zu, dessen Geschäftsstrategie zu bewerten."
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