Schnelleres Internet für weitere 18.000 Amberger Haushalte
Doppelter Espresso fürs Netz

Am symbolischen Druckknopf gaben Oberbürgermeister Michael Cerny (links) und Telekom-Regionalmanager Christoph Bernik am Donnerstag die schnellen Internetanschlüsse für rund 18 000 weitere Haushalte frei. Bild: upl

Amberg will zu einer der schnellsten Internetstädte Deutschlands werden. Diesen Anspruch bekräftigte Oberbürgermeister Michael Cerny beim Freischalten neuer Breitband-Anschlüsse in der Telekom-Vermittlungsstelle am Liebengrabenweg.

Seit Donnerstag haben sich die Downloadgeschwindigkeiten für rund 18.000 Haushalte verdoppelt. Dank VDSL-Technik (Very Highspeed Digital Subscriber Line) können die Nutzer nun statt 50 bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) aus dem Internet abrufen. Die neuen Anschlüsse stehen in zahlreichen Stadtteilen zur Verfügung. Unter anderem in Raigering, entlang des Mariahilfbergwegs, rund um die Steingutstraße, in Ammersricht und am Wagrain, in Luitpoldhöhe, am Eisberg, in Gärbershof, sowie zwischen Oberer Hockermühle und Altstadt. "Wir freuen uns, dass der Ausbau nun abgeschlossen ist. Das ist ein wichtiger Schritt, um eine der schnellsten Internet-Städte Deutschlands zu werden", sagte Cerny. "Amberg wird damit als Wohn- und Arbeitsort noch attraktiver."

Die höheren Geschwindigkeiten im VDSL-Netz werden laut Telekom-Regionalmanager Christoph Bernik durch die sogenannte Vectoring-Technik möglich. Sie beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die regelmäßig auf Kupferleitungen auftreten. Die meisten Haushalte sind noch über Kupferdrähte an das Kommunikationsnetz angeschlossen. Die Vectoring-Technik kommt in der Regel an den Leitungen zwischen den grauen Kästen am Straßenrand und den Häusern zum Einsatz. Bernik bezeichnete das Verfahren als "doppelter Espresso fürs Kupferkabel". Das Tempo beim Herunterladen erhöht sich von 50 auf bis zu 100 MBit/s. Beim Upload ist eine Vervierfachung der Leistung von 10 auf bis zu 40 MBit/s möglich. Die Anschlüsse werden nicht automatisch freigeschaltet, sondern müssen beim Anbieter beantragt werden.

Nachholbedarf gibt es nur noch in wenigen Ecken der Stadt: in den Industriegebieten Süd und Nord, in Speckmannshof, Atzlricht und im Milchhofviertel müssen sich Internetnutzer vorerst mit weniger als 30 MBit/s zufrieden geben. "Wir gehen davon aus, dass auch diese Gebiete bis Frühjahr 2017 eine deutliche Aufwertung erfahren", sagte der bei der Gewerbebau angesiedelte Breitbandpate der Stadt, Christoph Fuchs.
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Markus Ritter aus Amberg in der Oberpfalz | 14.01.2016 | 22:52  
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