SPD will Sanierungen in der Altstadt forcieren
Von 1890 und doch wie neu

Fachsimpeln im Treppenhaus des sanierten Gebäudes Kaiser-Wilhelm-Ring 16 mit Bauherrn Johann Kiener (Zweiter von rechts) und Planer Hans Hornauer (vorne links). SPD-Fraktionschefin Birgit Fruth (rechts) hatte eingeladen. Das Baureferat war mit Gerhild Vonhold (Bildmitte) und Paul Zimmermann (Zweiter von links) vor Ort. Bild: usc

Die Belebung der Altstadt durch Erhalt und Revitalisierung alter Bausubstanz ist der SPD ein besonderes Anliegen. Dies betonte Vorsitzende Birgit Fruth bei einem Ortstermin in einem Vorzeigeobjekt am Kaiser-Wilhelm-Ring 16, Ecke Malteserplatz.

Amberg. (usc) Das Thema Bauen und Wohnen in der Innenstadt will die Stadtratsfraktion laut ihrer Vorsitzenden konsequent weiterverfolgen. Resultierend aus dem zurückliegenden Runden Tisch in der Fronfeste habe die Partei die Erkenntnisse der Beteiligten gesammelt. "Daraus ergab sich das besonders sensible Thema Denkmalschutz als besonders diskussionswürdig", erklärte Fruth. Detaillierte Fragen dazu seien dem Oberbürgermeister bereits zur Beantwortung übermittelt worden.

Von Makler angeboten


Das von der Firma BK-Baukonzept sanierte Haus am Kaiser-Wilhelm-Ring 16 aus dem Jahr 1890 bot sich für die SPD als Anschauungsobjekt geradezu an. Johann Kiener und sein Partner, Architekt Hans Hornauer, stellten es vor. Das Objekt sei von einem Nürnberger Makler angeboten worden und zunächst als neues Zuhause für das Unternehmen gedacht gewesen. Denn am jetzigen Firmensitz in der Oberen Nabburger Straße 33 reiche der Platz längst nicht mehr.

Doch ein benachbartes Unternehmen am Kaiser-Wilhelm-Ring suchte dringend weitere Büroräume und bot sich als Mieter für die drei Gewerbeeinheiten in diesem Haus an. Laut Kiener wurden in dem sanierten Gebäude auch zwei Wohneinheiten integriert. Der Firma Baukonzept diene es nun als Vorzeigeobjekt. Angetan war die Besuchergruppe, dass das Treppenhaus in seinem ursprünglichen Zustand erhalten wurde.

Hans Hornauer verwies auf ein parallel dazu laufendes Objekt der Firma in der Steinhofgasse 15. In diesem alten Haus entstehen nach seinen Plänen zwölf individuell gestaltete Eigentumswohnungen.

Nachahmer gesucht


Als Vertreter des Baureferats standen Gerhild Vonhold und Paul Zimmermann für vertiefende Fragen der Runde zur Verfügung. Zimmermann unterstrich, dass man hier auf die Sanierung der äußeren Hülle als Ensemble-Objekt schon großen Wert gelegt habe. Die Ausgestaltung des Inneren sei Sache des Bauherrn gewesen. Zimmermann würde es sehr begrüßen, wenn die Besitzer der benachbarten Häuser in Sachen Fassaden auch etwas unternehmen würden. Vonhold und Zimmermann verwiesen in diesem Zusammenhang auf ihr Beratungsangebot für potenzielle Bauherren im Bereich Sanierung älterer Gebäude und auf die geltende Baugestaltungssatzung.

Die Stadt stelle jährlich rund 100 000 Euro Fördermittel für Fassadensanierung zur Verfügung. Diese müssten jedoch im Vorfeld beantragt werden. Laut Vonhold unterstützt die Stadt 2015 und 2016 jeweils vier Maßnahmen. Für 2017 lägen bereits drei Anmeldungen vor. Die Vertreter der SPD sprachen sich spontan dafür aus, dieses Programm fortzuführen und Mittel hierfür aufzustocken.

Parken im Parterre


Erwartungsgemäß tauchte auch die Frage nach Schaffung von Parkraum im Zusammenhang mit Haussanierungen auf. Nicht überall könne man wie in der Ziegelgasse eine Garage ins Haus integrieren, hieß es seitens des Baureferats. Man müsse jedes Grundstück einzeln betrachten. Vonhold wäre eine Zentralgarage für mehrere Häuser lieber. SPD-Stadtrat Uli Hübner bat die Verwaltung, nicht zu restriktiv vorzugehen, um die Altstadt wieder nutzbarer zu machen.
Weitere Beiträge zu den Themen: SPD (270)Kiener (2)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.