Statt Parken lieber Lebensmittelmarkt, Dienstleister und Wohnungen
Neues Konzept ersetzt alte Vision

Neben der Altstadt ist auch die Entwicklung der zentrumsnahen Bereiche wichtig, findet die SPD-Fraktion, die sich von Gewerbebau-Chef Karlheinz Brandelik (Dritter von links) aktuell informieren ließ, welches Potenzial im bisherigen Parkplatz zwischen Schlachthaus- und Regensburger Straße steckt. Bild: Steinbacher

"Mit Investitionen und Bautätigkeiten ist in Amberg momentan richtig was los." Darüber freut sich Gewerbebau-Chef Karlheinz Brandelik und setzte am Donnerstagabend zu den bekannten Entwicklungen eine Neuigkeit drauf. Die Stadt soll zentrumsnah einen weiteren Lebensmittler, Dienstleister und Wohnen bekommen.

Der Standort ist zweigeteilt und dennoch in einem zu betrachten. So sieht das auch Brandelik, der mit seiner Wirtschaftsförderungsgesellschaft ein Konzept für beide Seiten entworfen hat. Er präsentierte es in ersten Umrissen bei einem Ortstermin der SPD-Stadtratsfraktion, die konkret nach der Zukunft dieses Geländes gefragt hatte.

Markt, Dienstleister, Wohnen


Es geht um die Fläche zwischen Schlachthaus- und Regensburger Straße, die seit 2012 - mit dem Abriss eines weiteren Gebäudes später noch einmal erweitert - "nur" als Parkplatz genutzt ist. Der Zustand, dass hier täglich bis zu 160 Autos auf Schottergrund kostenlos stehen, sollte nicht ewig so bleiben. Das war von Anfang an klar, und das Interesse einer Lebensmittelmarkt-Kette, sich speziell an der Baulücke in der Schlachthausstraße anzusiedeln, gibt es laut Brandelik auch schon länger. Für sie allein allerdings sei das insgesamt rund 5800 Quadratmeter große Areal "zu schade". Es braucht nach Ansicht des Gewerbebau-Geschäftsführers weitere Ideen - "einen Nutzungsmix aus Versorger, Dienstleistern und Wohnen". Der sei jetzt nicht nur konzeptionell gefunden, sondern auch mit echten Interessenten hinterlegt.

"Das ist realisierbar"


Wie Brandelik die SPD-Fraktion informierte, sind beide Seiten schon zusammengebracht und erste Abstimmungen getroffen worden. "Das ist nicht nur eine Vision, das ist realisierbar", sagte Brandelik mit Blick auf die möglichen Nutzer. Dienstleister und Wohnungen in einem entsprechenden Gebäude - oder zweien, das ließ Brandelik noch offen - sind an der Regensburger Straße vorgesehen und sollen dort den Lückenschluss zwischen Bahnunterführung und dem einstigen Grundstück von Mike's Bierhaus (es gehört mittlerweile der Stadt) herstellen.

Planung wird etwas dauern


Zunächst aber braucht es jetzt erst einmal einen Bebauungsplan, der nach Brandeliks Worten wohl erst 2017 angepackt werden kann. Außerdem müssen die neuen Überlegungen, die der Gewerbebau-Chef noch nicht als Planung bezeichnete, ins städtebauliche Entwicklungskonzept eingepasst werden. All das wird Zeit in Anspruch nehmen, in der Brandelik hofft, die Interessenten "bei der Stange halten zu können".

Parknot und BypassWenn an der Marienstraße das neue Parkdeck gebaut wird, dann sind die Stellflächen zwischen Schlachthaus- und Regensburger Straße fest als Ausweichquartier für die Autofahrer eingeplant. Daran erinnerte die SPD-Fraktion Karlheinz Brandelik, der das nicht vergessen hatte, sondern eh davon ausgeht, dass mit städtischen und baulichen Vorgaben noch eine Weile ins Land geht, bis sein vorgestelltes Konzept umgesetzt werden kann.

Auch eine Art Bypass über dieses Gelände von der Schlachthaus- zur Regensburger Straße, der ursprünglich mal als Verkehrsentlastung für den Kreisel im Gespräch war, sollte nicht völlig ad acta gelegt werden, meinten die Genossen. Zumindest für einen Fuß- und Radweg solle diese Option offen bleiben. (ath)
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