Sterbekasse der Luitpoldhütte mit negativem Ergebnis
Hohe Sterberate und Abwertungen belasten

-Sulzbach. Christian Zwack, Vorsitzender der Arbeitnehmer-Sterbekasse der Luitpoldhütte AG, musste nach dem ersten Jahr seiner Amtszeit den 25 Mitgliedervertretern - das höchste Kontrollorgan der Kasse - von negativen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 berichten. Die wesentlichen Gründe hierfür waren seinen Worten zufolge die gestiegenen Sterbefälle (105) und Korrekturen an Wertpapieren. Auch minimale Zinsen am Kapitalmarkt, die allen Sterbekassen und Lebensversicherern das Leben schwer machten, gingen nicht spurlos an der LH-Kasse vorbei.

Zudem, so Zwack weiter, sei die Altersstruktur äußerst ungünstig: Die überwiegende Zahl der Mitglieder ist über 50 Jahre alt. Auch sind laut Zwack Neuzugänge fraglich, weil große Neueinstellungen auf der Hütte kurzfristig nicht zu erwarten seien.

Die Zahl der Mitglieder sank von 3241 im Jahre 2014 auf 3146 Ende 2015. Im Jahr 2010 waren es noch 3481. Den 105 Verstorbenen stehen nur fünf Neueintritte gegenüber. Probleme macht der Kasse nach Auskunft von Zwack auch die Zusammensetzung der Altersgruppen: So stellten die 20- bis 50-jährigen Beitragszahler nur 23 Prozent der Gesamtmitglieder. Trotz allem sei die Sterbekasse zahlungskräftig und leiste für die Hinterbliebenen im Trauerfall schnelle und unbürokratische Hilfe, unterstrich Zwack. So habe man im vergangenen Jahr rund 90 000 Euro an Sterbegeldern und Gewinnzuschlägen als Soforthilfe ausbezahlt. Und dies bei einem Beitrag von nur zwölf Euro jährlich.

Vorstand Willi Sommer erläuterte die Gewinn- und Verlustrechnung der Sterbekasse. So stehe 2015 nach Jahren wieder einmal ein negatives Ergebnis in den Büchern. Abwertungen aufgrund der Welt- und Finanzkrisen und einer höhere Sterberate hätten dazu geführt. Bereits in den vergangenen Jahren, als andere Rentenkassen schon Verluste schrieben, sei ein finanzielles Polster mit den Zinsen der abgewerteten Papieren gebildet worden. Die Sterbekasse werde jedoch noch eine Zeitlang mit den niedrigen Zinsen leben müssen.

Die Mitgliedervertreter genehmigten den vorgelegten Jahresabschluss und entlasteten den Vorstand einstimmig.
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