Volksbank-Raiffeisenbank Amberg mit Geschäftsjahr 2015 zufrieden
Die Kunden parken ihr Geld

"Wir verdienen mit unseren Filialen immer noch Geld", heißt es bei der VR-Bank. Dieses Bekenntnis ist heute keineswegs mehr eine Selbstverständlichkeit. Bild: Steinbacher

Dieter Paintner und Andreas Reindl, die Vorstände der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg, geben sich zufrieden. "Unsere Entscheidung, strategisch auf Wachstum, Attraktivität und Stabilität zu setzen, geht voll auf", sagen sie. Filialen dichtmachen, wie es die Konkurrenz getan hat, wollen sie derzeit nicht.

"Wir planen aktuell keine Filialschließungen", haben die Herren dieser Tage erklärt. Man werde an den zwölf Geschäftsstellen und der einen SB-Filiale festhalten, unterstrichen Paintner und Reindl, als sie jetzt die Bilanz 2015 präsentierten. Denn "mit unseren Filialen verdienen wir immer noch Geld". Sollte das irgendwann nicht mehr der Fall sein, werde sich die VR-Bank etwas überlegen müssen. "Aber letztlich entscheidet der Kunde selbst über die Existenz seiner Filiale vor Ort", machten die Vorstände deutlich.

1000 neue Kunden


Sie sprachen von einem "erfolgreichen Jahr 2015". Nahezu 1000 neue Kunden und lebhafte Kredit- und Einlagengeschäfte hätten die Bilanzsumme auf rund 737 Millionen Euro ansteigen lassen. Rechne man das Geschäft aller Verbundpartner hinzu, so komme die Volksbank-Raiffeisenbank Amberg auf ein betreutes Kundenvolumen von etwa 1,36 Milliarden Euro.

Die unverändert niedrigen Zinsen beflügelten laut Paintner und Reindl die Kreditausreichungen an die Privatkunden und die regionalen Unternehmen. Sie legten demnach um 6,8 Prozent auf 416 Millionen Euro zu.

Auch im Einlagengeschäft hätten die geringen Zinsen ihre Spuren hinterlassen. "Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank trifft die Sparer, vernichtet Vermögen und gefährdet die Altersvorsorge", hielt Paintner fest. Folge: Rund 50 Prozent der inzwischen um weitere 3,4 Prozent auf über 610 Millionen Euro angewachsenen Kundeneinlagen würden als Tagesgeld oder Sichteinlagen angelegt. Vorstandskollege Reindl dazu: "Die Kunden parken ihr Geld und hoffen darauf, dass die Zinsen wieder steigen. Doch davon gehen wir für die nächste Zeit nicht aus."

Wenngleich sich die Zinsmarge erwartungsgemäß weiter ermäßigte, "haben wir ein zufriedenstellendes Betriebsergebnis erzielt und werden unser ohnehin schon stattliches Eigenkapitalpolster in gewohnter Weise stärken", berichteten die zwei Banker. Damit würden in der VR-Bank mit ihren 31 500 Mitgliedern und Kunden bereits heute die verschärften Eigenkapitalvorschriften nach Basel III mehr als nur erfüllt. Für 2015 soll es eine Dividende von 3,5 Prozent geben.

Zukunft ist auch digital


Und wie wird das Jahr 2016?: "Wir sind gut aus den Startlöchern gekommen und gehen von einem Geschäftsverlauf im Rahmen unserer Planung aus", so hieß es. Vorgesehen sei unter anderem, das digitale Angebot auszubauen.
Letztlich entscheidet der Kunde selbst über die Existenz seiner Filiale vor Ort.Der Vorstand der VR-Bank
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