Warnstreik bei Grammer
Kopfschütteln über Angebot

Noch gehen die Grammer-Mitarbeiter entspannt mit dem Thema Streik um. An die 600 beteiligten sich am Montag beim gut einstündigen Warnstreik vor dem Tor im Werk Haselmühl, 170 am Nachmittag in Immenstetten. Bild: Hartl

Amberg/Haselmühl. Stocksauer reagierte Horst Ott, der 1. Bevollmächtigte der IG Metall in Amberg, auf das Angebot der Arbeitgeber zur dritten Runde der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie. Beim Warnstreik in der Zufahrt des Haselmühler Grammer-Werks erzählte er am Montag, nach den indiskutablen 0,9 Prozent pro Jahr aus der Runde davor seien die IG-Metall-Geschäftsführer aus ganz Bayern am Donnerstag nach Augsburg gerufen worden. Dort habe man ihnen dann einen Vorschlag mit 2,1 Prozent für 24 Monate unterbreitet, also aufs Jahr gerechnet eine Steigerung um 0,15 Prozentpunkte. "Die Spritkosten von denen, die da runtergefahren sind, waren schon mehr wert als das Angebot", schimpfte Ott. Wenn es der Branche sehr gut gehe und etwa Grammer von Rekord zu Rekord eile, müsse sich das in der Vergütung für die Arbeitnehmer niederschlagen. Grammer-Betriebsratsvorsitzender Lars Roder kündigte an, angesichts des steigenden Leistungsdrucks die Mitarbeiterzufriedenheit verstärkt in den Fokus zu rücken. (Seite 3)

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