Weit mehr als 4000 Besucher im ACC
Oberpfälzer Baumesse bricht Rekorde

Anhand eines Holzscheits brachte Ralf Schröder (Mitte) von der Firma Innovative Energiesysteme seinen Kunden näher, was man heutzutage beim Heizen beachten muss.

"Das war die bestbesuchte Messe, die wir bisher hatten", bilanzierte Organisator Thomas Resch am Sonntagabend nach einem Wochenende, an dem die Oberpfälzer Baumesse "weit, weit mehr als 4000 Besucher" ins ACC gelockt hatte. Viele mit konkreten Fragen.

Das gilt als hochwertiges Publikum von bester Qualität. "Die Aussteller waren durch die Bank zufrieden", berichtete Resch von den Gesprächen mit den Firmenvertretern an den mehr als 100 Ständen: "Da hat kein einziger die Mundwinkel nach unten gezogen."

Einer, der strahlte, war etwa der Auerbacher Fensterbauer Fritz Gnan. Er habe "sehr viele interessante und sehr qualifizierte Anfragen" gehabt, bei denen einige Aufträge absehbar seien. Christian Steger (Sulzbach-Rosenberg) ist mit seiner Holzbau-Firma seit zehn Jahren dabei und hat "schon drei komplette Holzhäuser" über die Messe verkauft. Er hatte heuer Publikum vom Nürnberger Land bis nach Regensburg und fand: "Hier kommen die richtig Interessierten, die ein Haus bauen wollen, dafür schon das Grundstück gekauft und die Pläne dabei haben."

Dass es beim Bauen derzeit gut läuft, merken auch die Kommunen, wie OB Michael Cerny am Samstag bei der Eröffnung der Messe erläuterte. Zum einen sei die Nachfrage nach Bauland ungebremst hoch, zum anderen brauche man - auch für die Flüchtlinge - viele neue Wohnungen. Cerny freute sich, dass die Aussteller mit Masse Firmen aus der Region waren, "denn jede Investition, die hier bei uns getätigt wird, ist ein kleines Investitionsprogramm".

Einen großen Andrang erlebten auch die Vorträge, wie etwa der des Hahnbacher Sachverständigen Karl Standecker zum Thema Einbruchschutz. Er bat seine Zuhörer, niemals einen Schlüssel draußen zu verstecken, "denn Einbrecher finden jedes Versteck". Bei den Fenstern gab er der mechanischen Sicherung den Vorzug vor einer elektronischen und konnte angesichts einer in der Region feststellbaren "Nachrüstung" in dieser Hinsicht Erfolge vermelden: Es gebe jetzt immer mehr Einbruchsversuche, die abgebrochen würden.

Dass ein Messeauftritt eine nachhaltige Geschichte ist und nach Jahren noch zu Aufträgen führen kann, unterstrich Thomas Resch bei der Eröffnung mit der Geschichte von der E-Mail, die er im Mai bekam und in der ein Besucher nach einem Küchenschreiner fragte, der ihm 2012 aufgefallen war, von dem er aber keine Visitenkarte hatte. Resch stellte den Kontakt her, es kam zum Abschluss, und im November erhielt er eine weitere Nachricht: "Die Küche wurde letzte Woche aufgestellt."
Man stellt immer mehr Einbruchsversuche fest, die abgebrochen werden.Karl Standecker zu den Folgen der "Fenster-Aufrüstung" in der Region
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