Weltspartag
Schwein schlachten ohne Zins

Statt das Sparschwein zu füttern, sollte der Kleine sein Geld heutzutage vielleicht gleich in Fonds investieren. Bild: hfz

Heute ist Weltspartag, Schlachttag bei den Sparschweinen. Das war früher durchaus lukrativ. Doch in Zeiten von Niedrig- und Minuszins lohnt sich das nicht mehr. Ist ein klassisches Sparschwein überhaupt noch zeitgemäß? Kathrin Schmidt (Sparkasse) relativiert.

Den Weltspartag gibt es seit 1924. Im Jahr 2016 jedoch ist das Sparschwein keine gute Anlageempfehlung mehr. Sparen bringt keine Zinsen, Schuldenmachen ist billig. Warum animieren Sie die Kinder heute noch zum Sparen?
Kathrin Schmidt: Ja, das stimmt. Aber Sparen bedeutet vorsorgen. Das ist heute noch so wichtig wie früher. Klar wird sich das Sparen ändern. Zwischen Ansparen und Anlegen wird mehr unterschieden, und beim Anlegen kommen heute ganz andere Sparformen in den Fokus, wie Sparpläne im Fonds-Bereich. Der Aktienmarkt bekommt ein freundlicheres Gesicht.

Denken Sie, den Weltspartag wird es auch in Zukunft noch geben? Oder werden Sie unserem Nachwuchs dann eher zeigen, wie er später mal in Startups investieren oder Aktien kaufen kann?
Ja, ganz sicher wird sich der Tag verändern. In welcher Art und Weise, kann ich nicht sagen.

Was passiert heute bei Ihnen und wie viele Kinder nehmen teil?
Die Kinder können ihre Spardosen ausleeren und bekommen von uns ein Geschenk. Außerdem laden wir sie zu einem Knax-Kinotag ins Cineplex ein. Der Tag hat bei uns hohe Tradition. Wie viel Kinder teilnehmen, weiß ich nicht, aber es sind einige Tausend aus Stadt und Land.
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