Werkzeugseminar der OTH
Die Ikone des Bohrens

Beim 17. Oberpfälzer Werkzeugseminar gab es für Interessenten und Entwickler auch die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch. Im Anschluss an die Vorträge trafen sie sich im Maschinenlabor der OTH. Bild: hfz

Wer arbeitet braucht das richtige Werkzeug. Das gilt für den Handwerker genauso wie für die Metallverarbeitung.

Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) veranstaltet seit einigen Jahren regelmäßig Werkzeugseminare für Unternehmer aus der Region. Am Donnerstag referierten verschiedene Vertreter von Werkzeugentwicklern im Siemens-Innovatorium. Vertreter von "Walter Deutschland" berichteten von Neuerungen beim Fräsen und Bohren sowie über die ideale Werkzeugkühlung.

Auch Maschinenprogrammierung war Thema: Joachim Cattaneo von Solidcam erläuterte, wie mit guter Programmierung Zeit und Geld beim Fräsen gespart werden könne.

Organisator Professor Wolfgang Blöchl aus der Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik der OTH begrüßte die Gäste. Der Leiter der IHK Geschäftstelle, Johann Schmalzl mahnte zu Beginn der Vorträge: "Die Konkurrenz schläft nicht." Was könne man verbessern, wo könne man Abläufe optimieren? Dieser Frage sollten sich die Unternehmen stellen, so Schmalzl. Als Mitorganisator und Sponsor der Veranstaltung kündigte er an: "Wir zeigen Ihnen, was Sie mit kleinen Maßnahmen tun können, um Ihre Effizienz zu verbessern."

Mit neuen Fasern


Die Referenten gaben sich im Anschluss alle Mühe, den Unternehmensvertretern ihre neuen Entwicklungen schmackhaft zu machen: Helmut Geschrey von der Firma Walter Deutschland stellte etwa eine neue Bohrtechnologie vor. Der Bohrer sei mit innovativen Führungsfasern für den perfekten Ablauf von Kühlschmiermittel ausgestattet, berichtete er. Das Kühlmittel umspüle den Bohrer. Das bedeute eine Erhöhung der Standzeit, bessere Bohrungsqualität und Prozesssicherheit sowie eine Verringerung der Fertigungskosten. Das Patent der Walter AG pries er als "die Ikone des Bohrens".

Das Publikum hatte einen gemischten Eindruck von den Produkten: "Du kannst damit halt nur Stahl bohren", sagte ein Zuschauer. "Ob das was für ihn ist muss jeder selbst entscheiden. Ist halt auch eine Preisfrage", wandte ein anderer ein. Ein dritter gab sich zwar beeindruckt, fand das Produkt aber nicht passend für sein Unternehmen: "Ich glaube, das ist mehr was für die Serienfertigung. Wir machen ja Einzelteile."
Wir zeigen Ihnen, was Sie mit kleinen Maßnahmen tun können, um ihre Effizienz zu verbessern.Johann Schmalzl Leiter der IHK-Geschäftsstelle
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