Wie unterstütze ich Mitarbeiter mit Kindern?
Steuertipps für Familienfreunde

Wie unterstütze ich Mitarbeiter mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen? Steuerberater Michael Bader gab Tipps. Bild: hfz

Kinder kosten Geld - das hat sich herumgesprochen, auch bei den Arbeitgebern in der Region. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) und das Amberger Bündnis für Familie hat jetzt Führungskräfte aus der Region beraten, wie sie Mütter und Väter in der Belegschaft durch Steuerfreibeträge und Sozialversicherungsfreiheit unterstützen können. Steuerberater Michael Bader stellte konkrete Beispiele vor.

Geld für Kurse


So sei die Übernahme von Beiträgen für den Kindergarten und die Kindertagesstätte durch den Arbeitgeber grundsätzlich steuerfrei, wenn die Kinder noch nicht schulpflichtig sind und der Beitrag zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn übernommen wird. Steuerfrei übernehmen könne der Arbeitgeber auch die Kosten für eine Beratung für die Betreuung von Kindern. Dies gelte auch für pflegebedürftige Angehörige. Auch wenn Kosten für eine kurzfristige Betreuung von Kindern und Pflegebedürftigen im Haushalt aus zwingenden privaten oder beruflichen Gründen notwendig sind, könnten diese bis zu einem Betrag von 600 Euro jährlich steuer- und sozialversicherungsfrei übernommen werden, sagte Bader.

Unterstützen dürfen die Betriebe ihre Mitarbeiter auch mit Erholungsbeihilfen im Urlaub. Hier liegt der Freibetrag für den Mitarbeiter bei 156 Euro, für dessen Ehegatten bei 104 Euro und für jedes Kind bei 52 Euro. Auch für die Gesundheit der Mitarbeiter können sich die Arbeitgeber per Lohnzettel engagieren. Geld für Ernährungskurse, Rückentraining oder Übungen zur Stressbewältigung und Entspannung können jährlich bis zu 500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei an die Mitarbeiter fließen. Der Experte wies jedoch auch darauf hin, dass die Übernahme von Beiträgen für Sportvereine oder ein Fitnessstudio nicht steuer- und sozialversicherungsfrei sind.

Ans Unternehmen binden


Johann Schmalzl, Leiter der IHK-Geschäftsstelle, appellierte an die Teilnehmer, diese Fördermöglichkeiten zu nutzen, um damit die Attraktivität als Arbeitgeber zu verbessern. "Weil der Wettbewerb um die guten Fachkräfte weiter zunimmt, können Sie mit solchen Maßnahmen Ihre Mitarbeiter an das Unternehmen binden und es für qualifizierte Fachkräfte interessanter machen", unterstrich Schmalzl.
Weitere Beiträge zu den Themen: IHK (42)Familienfreundlichkeit (8)Steuertipps (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.