Wirtschaftsjunioren laden zur Jobmesse
Gut verdienen ohne Studium

Freuen sich auf die Messe der Wirtschaftsjunioren: Die Vorstandsmitglieder Manuel Stahl, Dieter Kohl und Jeannine List sowie IHK-Pressereferent Marco Kleindienst und IHK-Geschäftsstellenleiter Johann Schmalzl. Bild: Konrad

Es muss nicht immer ein Hochschulstudium sein - auch eine betriebliche Berufsausbildung bietet gute Karrierechancen. Das wollen die IHK und die Wirtschaftsjunioren den Schulabgängern vermitteln. Bereits zum 18. Mal laden sie zur Ausbildungsmesse im ACC.

Dort können Schüler und Ausbildungsinteressierte morgen von 8 bis 13 Uhr das Angebot der Firmen der Region kennenlernen. "Vor 17 Jahren war die Überlegung: Wir organisieren eine Messe, auf der sich die jungen Leute informieren können", erläuterte der Leiter der IHK-Geschäftsstelle Amberg-Sulzbach, Johann Schmalzl, beim Pressegespräch. "Die Leute haben sich immer nur auf Traumberufe beworben. Dann haben sie keine Stelle bekommen und standen ohne Ausbildungsplatz da." Damals habe die IHK mit einer handvoll Aussteller begonnen. Seitdem hat sich laut Schmalzl viel verändert. Die Firmen merkten, dass sie sich "verkaufen" müssten, um wahrgenommen zu werden. "Wir könnten das ACC bereits zwei Mal vermieten."

Die Messe richte sich auch an Abiturienten und Fachabiturienten, sagte Schmalzl. Nicht nur klassische Ausbildungen würden vorgestellt, auch duale Studiengänge. "Wir wollen die jungen Leute über ihre Möglichkeiten informieren", umriss der IHK-Geschäftsstellenleiter global. Karriere sei heute unabhängig eines abgeschlossen Studiums möglich. "Das Bildungssystem ist wirklich durchlässig. Ich kenne viele, die eine gute Position haben und ohne Studium viel mehr verdienen als Menschen mit einem Hochschulabschluss."

Bei 40 Unternehmen, Verbänden und Berufsfachschulen erhalten die Schulabgänger am morgigen Dienstag im ACC Informationen über mehr als 150 Ausbildungsberufe und Studiengänge. In halbstündigen Workshops stellen sich die Unternehmen und Organisationen vor und erklären die Einstiegsmöglichkeiten. Bereits 1200 Schüler haben sich laut Schmalzl angemeldet. Darüber hinaus kommen noch 150 Flüchtlinge aus Sprach- und Integrationskursen hinzu. "Auch die sind ja unsere Zielgruppe."

Für die Messe ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt ist frei. Das sei deshalb möglich, weil die IHK inzwischen eine Standgebühr von den Ausstellern verlangen könne. Außerdem engagierten sich 30 Jungunternehmer und Wirtschaftsjunioren auf der Messe: Sie helfen beim Einlass mit und organisieren den Ablauf der Workshops. Ohne ihren Einsatz könnte die Messe nicht veranstaltet werden, betonte Johann Schmalzl.
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