Ammerthal feiert drei Tage lang Kirchweih
"Scheene Madln und Buam"

Die Ammerthaler Kirwa-Gemeinschaft hat ein tolles Fest auf die Beine gestellt. Neues Oberkirwapaar sind Sarah Hirschmann und Matthias Koller (vorne). Bild: oe
Kultur
Ammerthal
14.07.2016
189
0

Ganz Ammerthal feierte drei Tage lang Kirchweih. In vielen Haushalten wurden Küchln gebacken, Verwandte und Bekannte eingeladen. Der Dorfplatz war fest in den Händen der Kirwa-Gemeinschaft.

Der Festgottesdienst am Sonntag in der Pfarrkirche war bestens besucht: In Ammerthal ist es Tradition, dass immer alle Kirwapaare dabei sind. Den Baum stiftete die Familie Grasser vom Dorfplatz. Mit viel Mühe, aber bester Laune transportierten ihn die Burschen von Fichtenhof nach Ammerthal.

Ohne Probleme brachte ein Ackerdiesel-Bulldog, Jahrgang 1952, von Robert Weiß, das stattliche Gewächs zum Dorfplatz. Die Firma Englhard stellte schweres Gerät zur Verfügung, und die Burschen halfen kräftig mit: So war der zuvor mit viel Hingabe geschmückte Baum schnell aufgestellt.

Am Sonntag hatten die jungen Leute alle Hände zu tun. In Fichtenhof bei Willi und Margit Haller warteten die Moila schon ungeduldig darauf, von den Burschen abgeholt zu werden. Die kamen mit einer Kutsche mit vier schmucken, kräftigen, schwarzen Kaltblutpferden von Stefan Hofmann aus Ehringsfeld und zogen mit Musik und viel Gesang zum Dorfplatz. Die Burschen mussten die Kutsche für ihre Moila freihalten und gingen tapfer zu Fuß nach Ammerthal - bei rund 30 Grad. Gut, dass die Höidlbrumma so schwungvoll aufspielten und die Burschen genügend Durststiller dabei hatten.

Am Dorfplatz war kein Sitzplatz mehr frei und auch die Stehplätze waren rar: Alle wollten beim Baum-austanzen dabei sein. Schwungvoll und gut einstudiert drehten die 24 Paare, die Moila in Dirndln und die Boum in Lederhosen, einen Tanz nach dem anderen.

"Mir ham schöine Moila und Boum in Ammerthal", urteilte ein älterer Zuschauer anerkennend. Ein anderer fügt hinzu: "Super, was die jungen Leute auf die Beine stellen." Beim Gstanzlsingen mussten die Ammerthaler sich einiges anhören. Beim letzten Tanz wurde der Kirwastrauß von Paar zu Paar gereicht. Ohne Vorankündigung stoppte die Musik - in diesem Moment hielten Sarah Hirschmann und Matthias Koller die Blumen in Händen, und das neue Oberkirwapaar war gefunden.

Bis tief in die Nacht feierten die Ammerthaler ihre Kirchweih. Am Montag zogen vereinzelt schwarze Gestalten durch das Dorf - hier hatte das Kirwabärentreiben seine Spuren hinterlassen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kirwa (250)Kirchweih Ammerthal (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.