Ammerthal: App aufs Amt

Der rote Knopf steht für den Start des App-Zeitalters in der Gemeindeverwaltung. Markus Singer vom EDV-Dienstleister "komuna", Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec und App-Beauftragter Stephan Koller (von links) drückten gestern drauf. Die Bürger-App ist kostenfrei über den App-Store oder Google play runterzuladen. Ammerthal ist die erste Kommune im Landkreis mit einer App. Alexandra Sitter-Czarnec hat aber bereits Anfragen von Kollegen, wie man so ein Projekt umsetzt. Laut Markus Singer haben schon 100
Lokales
Ammerthal
11.06.2015
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Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec sieht es jeden Tag an der Bushaltestelle. Und ihre Söhne haben es ihr bestätigt: Nur über das Smartphone kommt man heute an die Leute ran. Also hat sich die Gemeinde aufgemacht, in dieser Hinsicht die modernste im Landkreis zu werden.

Seit Donnerstag, 9.29 Uhr, steht dem Ammerthaler eine Bürger-App zur Verfügung - eine Smartphone-Anwendung, die ihn mit seiner Gemeindeverwaltung verbindet. "App aufs Amt" hat ein Wortspieler beim niederbayerischen EDV-Dienstleister "komuna", der für rund 3000 Euro die technischen Voraussetzungen geschaffen hat, das genannt.

"Das ist die Kommunikationsform der Zukunft. Sie lässt sich nicht mehr aufhalten", meinte Gemeinderat Stephan Koller bei der Vorstellung des neuen Angebots im Rathaus. Er ist als App-Beauftragter der Kommune für die Inhalte zuständig. Die bestehen aus (fast) allem, was die Homepage bietet, sowie zusätzlichen einfachen und schnellen Kommunikationsmöglichkeiten mit der Verwaltung: Ist mein Pass schon da? Liegt mein verlorener Schlüssel vielleicht im Fundamt? Wie hat denn die DJK gespielt? Ebenso kann man den Stand des Wasserzählers oder Daten für den Personalausweis online melden und Briefwahlunterlagen beantragen. "Mängelreporter" schicken der Verwaltung ein Foto und gleich die GPS-Koordinaten dazu. Die Gemeinde ihrerseits könnte etwa alle App-Nutzer mit aktuellen Informationen über einen Stromausfall versorgen. In der App stecken laut Koller noch mehr technische Möglichkeiten, manches scheitert aber daran, dass die Software der Verwaltung noch nicht mit dem moderneren System kommunizieren kann.
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