Ammerthal verabschiedet Haushalt gegen zwei Stimmen
Diesmal sind sich fast alle einig

Lokales
Ammerthal
29.04.2015
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"Relativ positiv": Mit diesen Worten charakterisiert Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec den Ammerthaler Haushalt 2015. Das detaillierte Zahlenwerk legte Kämmerer Michael Herdegen dem Gemeinderat vor.

Besonders bemerkenswert fand es die Bürgermeisterin, dass es im Vorfeld in einer mehrstündigen Sitzung zwischen den Gemeinderäten eine "gewisse Kompromissbereitschaft bei der Erstellung des Budgets 2015 gegeben hat". Man habe dabei einen Konsens gefunden, dem eigentlich alle zustimmen könnten, lobte Sitter-Czarnec die Zusammenarbeit.

Tatsächlich wurden Haushalt, Finanz- und Investitionsplan mit einem Volumen von 4 548 450 Euro am Ende mit großer Mehrheit angenommen. Lediglich Robert Weiß (CSU) und Hubert Englhard (CWG) stimmten nicht zu.

Selbstredend schaffe man es nie, einen Haushalt zusammenzustellen, der allen Mitgliedern und ihren Wünschen und Anregungen zu 100 Prozent gerecht wird, hatte Sitter-Czarnec zuvor zu bedenken gegeben. Die finanziellen Gestaltungsspielräume seien nicht so hoch, "dass wir alle unsere Ziele gleichzeitig umsetzen können." Gleichwohl lautete ihr Fazit zu "ihrem" siebten Haushalt: "Ich muss sagen, dass wir alle gemeinsam auch im Vorjahr wieder vieles bewegen und voranbringen konnten. Jetzt richten wir unseren Blick nicht nur auf das Jahr 2015, sondern auch auf die mittel- und langfristige Entwicklung unserer Gemeinde."

Zufriedenheit mit dem Haushalt drückten Stephan Koller (BfA) und Mario Flierl (UWG) aus. Zugestimmt hat auch Georg Paulus (CWG). Ganz zufrieden war er freilich nicht - was aber nichts mit dem Kämmerer zu tun habe, sondern mit den Zahlen, wie Paulus klarstellte. Er erinnerte an die Ausweisung neuen Baulands und an das teilweise marode Verkehrsnetz. Angesichts der Schuldenentwicklung sprach er sich dafür aus, dass die vorgesehenen Maßnahmen Kirchensteig und Rathaus-Umbau "nicht gleich sein müssen", und "dass nicht jede geplante Investition gleich umgesetzt werden sollte".

Sich Gedanken darüber zu machen, wie man die Einnahmen steigern könnte, wünschte sich Stefan Badura (CWG). Dr. Hans Lang (BfA) gab zu bedenken, dass es sich beim Haushalt um eine Planung handle: Gewisse Unwägbarkeiten während des Jahres seien immer denkbar.
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