Auch Dienstauto Thema

Lokales
Ammerthal
05.12.2014
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Die Unabhängige Wählergemeinschaft Ammerthal sucht den Dialog mit den Bürgern. Bei der Versammlung zeigte sich erneut, dass ein tiefer Riss durch die Gemeinde geht.

"Die Bürger sollen spüren, dass sie ernst genommen und umfassend informiert werden", sagte UWG-Vorsitzender Mario Flierl laut einer Pressemitteilung. Die Zweiteilung der Gemeinde sei noch nicht überwunden, was vor allem die Verwaltung durch zusätzliche Arbeit mit Anwaltsschreiben erlebe. "Diese Nadelstiche der Opposition erschweren die tägliche Arbeit einer ohnehin kleinen Mannschaft", erklärte der UWG-Chef. Flierl verwies aber auch auf die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgerforum Ammerthal (BFA). In Fraktionssitzungen und einer Klausurtagung, der sich die Opposition verweigert habe, hätten alle Beteiligung gute Arbeit zum Wohle der Gemeinde geleistet.

Junge Flüchtlinge kommen

Vor allem Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec ging auf die Fragen der Anwesenden ein. Die syrischen Flüchtlinge, eine siebenköpfige Familie und acht alleinstehende Männer, würden von der Bevölkerung herzlich aufgenommen. Kleidung, Bettwäsche und Spielzeug seien dankbar entgegengenommen worden. Gemeinderätin Gerda Schommer habe Sprachkurse initiiert, um eine Eingliederung zu ermöglichen, auch in Tätigkeiten für die Gemeinde. Im gemeindlichen Kindergarten und in der Luitpoldschule würden die Kinder erste Erfahrungen sammeln. "Demnächst werden wohl weitere 40 Kinder und Jugendliche, teils traumatisierte Vollwaisen aus Kriegsgebieten, im Ferienheim der Waisenhausstiftung am Spitzberg untergebracht", berichtete die Bürgermeisterin. Sie würden durch das Kreisjugendamt betreut. Details sowie eine endgültige Entscheidung, so ihre Information durch Landrat Richard Reisinger, lägen aber noch nicht vor.

Zum verzögerten Wasserbezug erklärte Sitter-Czarnec, dass die Suche nach einem geeigneten Standort für die Pumpenanlage sofort nach der Wahl bei der Kemnather Mühle begonnen habe. Wiederholte und immer neue Forderungen des Grundstückseigners hätten mehrmals einen Notartermin verzögert. Nach einem kurzfristig verlangten Baustopp habe die Gemeinde nun ein neues Grundstück gefunden. Auf gemeindeeigenem Grund lasse sich das Vorhaben ohne Probleme verwirklichen. Eine vorgezogene Beschlussfassung zur Beschleunigung des Verfahrens sei bereits vor der Sommerpause Ende Juli durch einen CSU-Gemeinderat verhindert worden. Die Sitzungsprotokolle sollen demnächst nach Genehmigung durch den Gemeinderat auf der neuen Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden, kündigte die Rathaus-Chefin an.

Einbußen bei der Steuer

Zum Thema Dienstfahrzeug stellte sie klar: Sie beanspruche wie ihr Amtsvorgänger und viele andere Bürgermeister nur das Kommunal-Leasing für sich. Alle anderen Kosten und die volle Haftung trage sie selbst. Es sei unverständlich, warum man dies zum Anlass nehme, "wilde Gerüchte über ein durch die Gemeinde bezahltes Dienstfahrzeug durchs Dorf zu treiben". Bei ihrem CSU-Vorgänger sei dies ohne Gegenstimmen beschlossen worden.

Die Betriebsverlegung der Firma Englhard nach Poppenricht bringe der Gemeinde Einbußen bei der Gewerbesteuer. Der Standort der zugehörigen Lkw belaste aber trotzdem die Gemeindestraßen. Eine Neuansiedlung von Gewerbebetrieben soll durch das zügige Vorantreiben des Gewerbegebietes Ost erreicht werden. Eine Nachfrage über die Verwendung eines zweckgebundenen Zuschusses an die DJK für Baumaßnahmen soll voraussichtlich im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung im Januar geklärt werden.
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