Auch mit Hammer geschickt

Lokales
Ammerthal
27.04.2015
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Die Ammerthaler Blaskapelle kann nicht nur mit ihren Instrumenten umgehen, sie versteht sich auch auf den Gebrauch von diversen Werkzeugen. Für die Renovierung des Übungsraums gibt es von der Gemeinde einen kleinen Zuschuss.

Ihr handwerkliches Geschick haben die Mitglieder der Blaskapelle bei den Sanierungsarbeiten ihres Übungsraums im Schulgebäude unter Beweis gestellt. Sie haben den Weg gepflastert, die Beleuchtung installiert, den Platz insgesamt aufgewertet - auf gemeindlichem Grund. Dafür investierte der Verein fast 4000 Euro. Jetzt hat die Blaskapelle der Gemeinde einen Antrag auf Gewährung eines Zuschusses vorgelegt. Nach den Richtlinien zur Vereinsförderung erhalten Vereine für vereinseigene Gebäude, Anlagen und Einrichtungen einen Zuschuss in Höhe von 10 bis 15 Prozent für bauliche Investitionen, abzüglich der Eigenleistungen.

Volle Summe übernehmen

Demnach, so Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec, errechne sich eine Summe zwischen 394,74 Euro und 592,11 Euro, sie schlug eine Aufstockung auf 600 Euro vor. Letztlich beschloss der Gemeinderat das auch so mehrheitlich. Dafür waren acht Gemeinderäte, sechs plädierten dafür, dass die Gemeinde den gesamten Anteil von 3947,42 Euro übernimmt.

Deren Begründung: Schließlich habe ja die Gemeinde eindeutig den Vorteil von den Arbeiten. Die Bürgermeisterin stellte allerdings klar, dass die Blaskapelle nie davon ausgegangen sei, die gesamte Investition erstattet zu bekommen. Bei den Arbeiten selbst habe sich mehr oder weniger um einen Deal gehandelt: "Die Gemeinde hat den Eingangsbereich geschaffen, im Gegenzug hat die Blaskapelle mit Pflastersteinen die Außenanlagen hergestellt", sagte die Bürgermeisterin zu der - ihrer Meinung nach - völlig überflüssigen Diskussion.

Aber nicht nur damit, auch mit einem Kuhstall hatte sich das Gremium zu beschäftigen. Es ging um die Bauvorhaben von Michael und Gertraud Graf, die eine bereits 2010 genehmigte Stallmodernisierung und Bergehallenerweiterung in Angriff nehmen wollen. Die damals erlassene Baugenehmigung ist bereits erloschen, muss deshalb erneut beantragt werden. Der Gemeinderat kam diesem Antrag einstimmig nach. Gleiches gilt für den Antrag der Familie Graf, eine Überdachung für die Kälber zusätzlich zu schaffen. Der Gemeinderat hat auch das Bauvorhaben von Christa und Georg Schmalzl durchgewunken, die den Neubau einer Doppelgarage sowie die Errichtung von Nebengebäuden an der Grundstücksgrenze planen.

Keine Einwände

Der Stadtrat von Sulzbach Rosenberg hat am 24. März die Auslegung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes "Kropfersricht Nordwest" beschlossen. Das Vorhaben tangiert auch die Gemeinde Ammerthal, die deshalb unterrichtet werden muss. Der Gemeinderat hat einstimmig dafür plädiert, gegen den Bebauungs- und Grünordnungsplan keine Einwände zu erheben. Den Charakter einer Kenntnisnahme hatte die Bekanntgabe der Jahresrechnung 2014.
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