Bittere 0:2-Niederlage der DJK Ammerthal im Sechs-Punkte-Spiel bei der SpVgg Ansbach
Sonntagsschuss und Eigentor

Lokales
Ammerthal
15.03.2015
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Einen herben Rückschlag musste die DJK Ammerthal im Abstiegsduell der Fußball-Bayernliga Nord bei der SpVgg Ansbach einstecken. Ein Sonntagsschuss und ein Eigentor sorgten dafür, dass die DJK mit einer bitteren 0:2-Pleite die Heimreise antreten musste.

Der Sieg der Ansbacher geht unterm Strich aufgrund der kämpferischen Leistung in Ordnung. Die Mannschaft von Andreas Heid wirkte in den entscheidenden Zweikämpfen aggressiver, im Spiel nach vorne auch zwingender als das Team von DJK-Trainer Markus Mühling, das zu keiner Phase an die gute Leistung der Partie gegen Neudrossenfeld anknüpfen konnte. "Wir hätten in der Anfangsphase in Führung gehen müssen, da hatten wir einige gute Chancen, um das Spiel in die richtige Richtung zu lenken", sagte Mühling. "Jetzt müssen wir versuchen, beim nächsten Mal die Fehler abzustellen um wieder zu punkten."

Kapitaler Fehlpass

Nur drei Minuten nach dem Anstoß war es Nico Becker, der nach idealer Vorlage von Michal Pospisil frei vor SpVgg-Torhüter Florian Körner auftauchte, doch der verhinderte mit einem klasse Reflex Ammerthals Führung. "Hätte die DJK ihre guten Gelegenheiten zu Beginn genutzt, wäre die Partie wohl anders verlaufen, da hatten wir großes Glück", sagte Ansbachs Trainer Andreas Heid nach der Partie. "Uns allen ist nach diesem Sechs-Punkte-Spiel ein Riesenstein vom Herzen gefallen. Aufgrund der kämpferischen Einstellung meiner Mannschaft, die in Halbzeit zwei noch mehrere gute Konterchancen nicht nutzen konnte, ist der Sieg aus meiner Sicht auch verdient." Gerade zu einem Zeitpunkt, als niemand damit rechnete, glückte der Heimmannschaft die Führung. Ein kapitaler Fehlpass von Lukas Papadopoulos landete genau vor den Füßen von Fabian Döllinger, der direkt abzog und den Ball aus gut 35 Metern in den Winkel hämmerte (29.).

Bis dahin lieferte die DJK in der Defensive eine solides Leistung ab, was fehlte, waren die Ideen, sowie Kreativität und zwingenden Aktionen im Spiel nach vorne. Lediglich ein Schuss von Philipp Lämmermann, den Körner glänzend zur Ecke abwerte, sorgte kurz vor dem Seitenwechsel für etwas Gefahr.

Unglückliche Rettungstat

Die ersten 15 Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten dann den Platzherren. Ammerthal wirkte völlig konfus, bettelte förmlich um den zweiten Gegentreffer. Den hatten Patrick Kroiß (52.) und Bastian Herzner (55.) auf dem Fuß, doch DJK-Schlussmann Kevin Schmidt wehrte hervorragend ab. Geschlagen war er dann in der 56. Minute, als Herzner über die rechte Angriffsseite alleine auf das Tor zusteuerte und Schmidt überlupfte. Der Ball trudelte Richtung Tor, Manuel Jank kratzte ihn noch von der Linie, schoss dabei aber unglücklich Bastian Leikam an, von dem der Ball dann zum 0:2 hinter der Linie landete.

Nach diesem Lapsus schafften es die Ammerthaler nicht mehr, das Spiel zu drehen. Stattdessen hatte Herzner das 3:0 auf dem Fuß, doch der Torjäger setzte den Ball auf dem holprigen Untergrund freistehend über den Kasten (63.). Die einzige zwingende Torgelegenheit der DJK vergab Manuel Hiemer (80.), nachdem er mehrere Spieler im Strafraum ausgespielt hatte: Sein Schuss wurde von Raul Crisan auf der Torlinie geklärt. Unter dem Strich war die Gesamtleistung der DJK-Elf entschieden zu wenig, um im Abstiegskampf bestehen zu können.
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