Bürgermeisterin Sitter-Czarnec erwidert Gemeinderat Schuller - Neuwahl bei UWG
Schmunzeln über Putin-Vergleich

Lokales
Ammerthal
28.03.2015
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Nach den Querelen der Vergangenheit berichtete Bürgermeister Alexandra Sitter-Czarnec (UWG) in der Jahreshauptversammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) gelöst über die Arbeit im Gemeinderat. Vorsitzender Mario Flierl hieß dazu sowohl sie als auch seine Fraktionskollegen und eine große Schar von Mitgliedern willkommen.

Mit dem Bürgerforum

Danach sprach er die zurückliegenden Aktivitäten an, etwa die UWG-Treffs, das Ferienprogramm mit Besuch des Hochseilgartens in Hirschau, die Typisierungsaktion, die Klausurtagung des Gemeinderates, Winterwanderung und Kinderfasching. Er berichtete weiter über die Koordination der Zusammenarbeit mit dem Bürgerforum Ammerthal (BFA), die Ausarbeitung eines Verkehrskonzeptes und die Vorbereitungen der Veranstaltungen.

Bürgermeisterin Sitter-Czarnec griff die Kooperation mit dem BFA heraus und sagte, bei allen Entscheidungen und Überlegungen stehe stets die Gemeinde im Fokus. "Wir werden unsere Wahlversprechen weiter umsetzen, verdeutlichte sie. "Mich mit Putin zu vergleichen, wie dies Gemeinderat Gerhard Schuller getan hat, halte ich für überzogen", fuhr sie schmunzelnd fort.

Bewährt habe sich für die Arbeit des Gremiums das neue Ratsinformationssystem, das - gekoppelt an die Homepage - allen Räten jederzeit alle bereitstehenden Sitzungsunterlagen liefere. "Jetzt müssten es die C-Parteien nur noch annehmen", so die Sprecherin lächelnd.

Nachdem der Breitbandanschluss 2008 von der damaligen CSU-Mehrheit abgelehnt wurde, habe man jetzt das Funkangebot der Firma Jobst übernommen. Selbstredend habe man sich trotzdem um die neue Breitbandförderung bemüht und bereits ein Okay erhalten. Aufgrund des von Jobst zu generierenden, eigenwirtschaftlichen Ausbaus, sähen die Förderrichtlinien vor, dass die Gemeinde nicht mehr auf diese zurückgreifen könne, wenn es Jobst gelingen sollte, die erforderlichen Bandbreiten aufzubringen. Alle Bereiche werden, so die schriftliche Zusage, ab Juli mit 30 Mb/s bedient - ohne Kosten für die Gemeinde.

Nicht nach Kastl

Zur Wasserversorgung sagte Sitte-Czarnec, dass der Ammerthaler Brunnen vorerst bestehen bleibe. Die Notversorgung seitens der Hohenkemnather-Gruppe werde noch vollzogen. Die in ihren Augen sehr eigenmächtig bestellte Aktivkohlefilteranlage, die nun auf dem Bauhof steht, könne man auch nicht nach Kastl abgeben, da sie dort einen "Polizeifilter" für nötig erachten. Der Hochbehälter in Viehberg musste nach einer Forderung der Berufsgenossenschaft mit Strom versorgt werden.

Die Neuwahlen ergaben folgendes Ergebnis: Vorsitzender Mario Flierl, Stellvertreter Jürgen Römisch, Kassier Thomas Bär, Schriftführer Andreas Görting, Beisitzer Gerda Schommer, Dieter Gugg, Kassenprüfer Norbert Lehmeier und Rudolf Sitter.
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