Der Pott hat Priorität

Die Ammerthaler Dominik Mandula, Michael Pospisil, Manuel Hiemer und Michael Jonczy (von links) bejubeln einen Treffer. In den vergangenen Wochen zeigt die Formkurve deutlich nach oben, auf eigenem Platz ist die DJK in diesem Jahr sogar ungeschlagen (zwei Siege, drei Unentschieden). Bild: Ziegler
Lokales
Ammerthal
16.05.2015
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Die DJK Ammerthal probt für die Relegation, die SpVgg SV Weiden für das bayerische Finale im Toto-Pokal. Eine außergewöhnliche Art der Vorbereitung am vorletzten Spieltag in der Bayernliga Nord mit besonderer Note, denn das Hinspiel in Weiden ist bei den Kickern der DJK in unguter Erinnerung.

Zu einer reinen Prestigesache wird zwei Spieltage vor Ende der Saison in der Bayernliga Nord das Oberpfalzderby am Samstag, 16. Mai (Anstoß 16 Uhr), zwischen der DJK Ammerthal und der SpVgg SV Weiden. Zudem will sich die DJK für die empfindliche 0:5-Hinspielklatsche revanchieren. Nachdem am Mittwoch die Tabelle durch die restlichen Nachholpartien begradigt wurde, belegt das Team von Trainer Christian Stadler den vierten Platz, erarbeitete sich dabei 59 Punkte.

"Größte Herausforderung"

Ein Ergebnis, von dem die DJK Ammerthal nur träumen kann, für die es ja bekanntlich in die Verlängerung geht. Die Mannschaft um Trainer Robert Ziegler scheint gerüstet zu sein, zumindest lassen dies die letzten Spiele vermuten, in denen die Formkurve steil nach oben zeigte. "Wir sind in diesem Jahr zu Hause noch ungeschlagen, dabei soll es auch bleiben, wenngleich mit der SpVgg SV Weiden tabellenplatzbezogen die bisher größte Herausforderung auf uns wartet", sagte Robert Ziegler.

Satte Siegprämie

Das zur Winterpause neu definierte Saisonziel - Aufstieg in die Regionalliga Bayern - kann Weiden nicht mehr realisieren. Maximal der dritte Platz ist bei zwei ausstehenden Spielen noch möglich. Priorität hat jetzt natürlich das bayerische Pokal-Endspiel am Mittwoch, 20. Mai, gegen die SpVgg Unterhaching. Hier winkt dem Sieger neben einer satten Siegprämie auch noch der Einzug in die ersten Hauptrunde des DFB-Pokals, was mit einer Antrittsgage von 140 000 Euro noch versüßt wird. "Wir wollen und werden alles in die Waagschale werfen, um den Pott zu holen", sagte Stadler.

Klar, dass der Übungsleiter das Spiel gegen Ammerthal auch nutzen wird, die Spannung in seiner Truppe hoch zu halten, um bestmöglich für den Hit gerüstet zu sein. Auf fremden Plätzen holte Weiden aus den bisherigen 16 Partien zehn Siege und ein Unentschieden, was im Prinzip alles über die Qualität des Kaders aussagt.

Starke Offensive

Leistungsträger ist neben einer stabilen Abwehrreihe vor allem die Offensivabteilung mit Ralf Egeter (12 Tore), Christopher Hegenbart (17) und Stefan Graf, der auch bereits 10 Tore auf seinem Konto hat. Wichtig wird sein, die Angriffsmaschinerie der Schwarz-Blauen nicht in Fahrt kommen zu lassen. Für Ziegler ist dieser Gegner im Hinblick auf die Relegation ein willkommener Prüfstein: "Wir treten gegen eine gestandene, eingespielte und kompakte Mannschaft an, da müssen wir versuchen entsprechend dagegen zu halten." Das Lazarett der DJK lichtet sich jetzt zum Ende der Saison etwas. Der Ex-Weidener Benny Scheidler hat das Training nach seinem Muskelfaserriss wieder aufgenommen, zählte gegen Aubstadt bereits zum Aufgebot. Auf der Ausfallliste stehen weiterhin Christian Richter (Knieprobleme), Jan Fischer (Muskelfaserriss) und Felix Mellinghoff mit einem Ermüdungsbruch.

DJK Ammerthal: Schmidt (25), Lang (23); Stauber (20), Leikam (4), Fürsattel (14), Jank (3), Lämmermann (19), Hiemer (15), Haller (8), Becker (7), Mandula (11), Pospisil (29), Papadopoulos (18), Kotzbauer (13), Jonczy (9), Laurer (21), Fromholzer (27), Scheidler (17).
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