Die richtige Reaktion

Lokales
Ammerthal
01.05.2015
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Die harsche Kritik von Trainer Robert Ziegler zeigt Wirkung. Nach der heftigen "Kopfwäsche" präsentieren sich die Ammerthaler Spieler völlig anders als zuletzt - und besiegen ihren Angstgegner.

Der Ammerthaler Trainer stellte in der Bayernliga-Partie das System um, begann am Freitagabend mit einer Dreierkette, was einige personelle Änderungen zufolge hatte. Am Ende stand ein hochverdienter 3:1-Erfolg gegen den FSV Erlangen-Bruck - der erste überhaupt gegen die Mittelfranken. "Wir waren von der ersten Minute an präsent, Körpersprache und Einstellung passten heute, aber ich sehe auch noch sehr viel Luft nach oben", sagte Ziegler und lobte auch die Moral der Gäste: "Die haben sich selbst nach unserem 3:0 nicht hängen lassen."

Vom Anstoß weg drückte die DJK mächtig auf das Tempo, setzte den Gegner massiv unter Druck, die Konsequenz waren zahlreiche Fehler in der FSV-Defensive. In der 3. Minute war Tobias Laurer nach klasse Pass von Dominik Haller nicht zu stoppen und überwand Erlangens Torwart Markus Pröll zur 1:0-Führung. Nur zwei Minuten später hätte es erneut klingeln können, doch Michael Jonczy drosch den Ball über das Tor.

Die Gäste fanden nur langsam ins Spiel. Anders die DJK, die durch Michal Pospisil einen Lattenknaller (24.) hatte. Nur wenig später war es Dominik Mandula, der ebenfalls nur das Aluminium traf. Den zurückspringenden Ball erarbeitete sich Laurer und wurde gefoult. Den Elfmeter verwandelte Michael Jonczy zum 2:0. "Wir hatten großes Glück, dass wir zur Halbzeit nicht noch deutlicher im Rückstand lagen. Einige von uns haben es wohl noch nicht kapiert, was Abstiegskampf bedeutet," sagte FSV-Trainer Norman Wagner, und kündigte seinen Spielern ungemütliche Tage an: "Der Ton wird jetzt definitiv rauer."

Knapp am Pfosten vorbei

An die Dominanz der ersten Hälfte konnte die DJK nach dem Seitenwechsel nicht mehr anknüpfen, es schlich sich etwas der Schlendrian ein. Bruck wurde stärker und kam zu einigen guten Möglichkeiten. Den Ammerthalern ergaben sich immer wieder gute Kontermöglichkeiten, die aber leichtfertig vergeben wurden. Die beste hatte der unermüdlich rackernde Michal Pospisil, sein Schuss ging nur haarscharf am langen Pfosten vorbei (62.).

Danach bekam die DJK wieder mehr Zugriff auf die Partie, der Ball lief gekonnt durch die eigenen Reihen. Logische Konsequenz war das 3:0. Ausgangspunkt war wieder Tobias Laurer, dessen Hereingabe Nico Becker nur noch über die Linie zu drücken brauchte. Für Ergebniskosmetik sorgte in der Nachspielzeit nach einer Ecke von Nuhi Syleymani schließlich Paul Schulze-Zachau.

Sonderlob für Tobias Laurer

"Es war noch nicht alles Gold, was glänzte. Wir haben im zweiten Durchgang über einen längeren Zeitraum etwas den Faden verloren, so etwas kann durchaus bestraft werden", sagte Ziegler nach der Partie. Ein Sonderlob bekam Tobias Laurer: "Er hat nach seiner langen Verletzungspause ein überragendes Spiel gemacht, nicht nur wegen seines Tores und den zwei Torbeteiligungen."
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