DJK Ammerthal dominiert in der ersten Hälfte, geht aber in Hutthurm mit 0:5 unter
Gewaltiger Schuss vor den Bug

Lokales
Ammerthal
23.07.2015
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(lst) Unfassbar, wie der Fußball-Landesligist DJK Ammerthal am Mittwochabend bei seinem Gastspiel beim SV Hutthurm aufgetreten ist. "Unser Team hat zwei grundverschiedene Gesichter gezeigt", sagte nach dem Schlusspfiff ein enttäuschter Spielleiter Reinhold Badura. Denn nach starken ersten 45 Minuten brach die Elf von Trainer Thomas Adler in den zweiten völlig auseinander und kassierte durch zum Teil katastrophale Fehler eine 0:5-Schlappe (0:1). "Vielleicht kam dieser Schuss vor den Bug zur richtigen Zeit", so Badura weiter.

Die DJK hatte sich in Hutthurm auf einen heißen Tanz eingestellt und den bekam sie. Für den verletzten Danner begann Manuel Jank. Ansonsten veränderte Ammerthals Coach seine Startelf nicht. Und die knüpfte nahtlos dort an, wo sie gegen den 1. FC Bad Kötzting aufgehört hatte. Gegen einen stark defensiv ausgerichteten Gegner, der mit seinen zwei Vierer-Ketten die Räume eng machte und auf Konter lauerte, hatten die Ammerthaler im ersten Durchgang gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und auch die besseren Möglichkeiten.

Bei subtropischen Temperaturen waren die allerdings - bis auf eine Ausnahme - nicht wirklich zwingend. So vergab zweimal Nico Becker in der 21. und 28. Minute in aussichtsreicher Position, ehe der Dreifach-Torschütze aus der letzten Partie, Michael Jonczy, 60 Sekunden später alleine auf SV-Keeper Niklas Krinninger zulief, den Ball aber nicht im Gehäuse unterbrachte. Das erste Lebenszeichen der Hutthurmer dann durch Torjäger Benjamin Neunteufel (37.) - ebenso erfolglos. So bedurfte es einen kapitalen Abwehrfehlers der Ammerthaler Innenverteidigung. Kohl und Marcel Fürsattel waren sich in der 43. Minute nicht einig, so dass Thomas Hötzl der Nutznießer war. Ungehindert lief er durch und schob überlegt zum 1:0 ein - der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.

Apropos Kopf: Mit dem waren die DJK-Kicker im zweiten Durchgang dann nicht wirklich auf dem Platz. Anders war der zweite Gegentreffer durch Gers Delia (51.) und die folgenden nicht zu erklären. "Die Mannschaft war nicht wieder zu erkennen", sagte Badura. Auch der von seinen Vorderleuten sträflich in Stich gelassene DJK-Schlussmann Marcel Schumacher konnte die Schlappe nicht verhindern. "Das war gar nichts. Hutthurm hat jeden unserer Fehler eiskalt bestraft. Wir haben den SV so richtig aufgebaut, der sich dann in einen Rausch spielte", analysierte der Spielleiter.

Exemplarisch dafür das 4:0 durch Neunteufel, dem zuvor Manuel Jank völlig unbedrängt den Ball in die Beine spielte, so dass der nur noch locker einschieben konnte. Ähnlich war es bei den anderen Gegentreffern zum 3:0 durch Josef Krieg (64.) und durch Andreas Fuchs (86.). "Die zweite Hälfte war unsererseits ganz weit von Landesliga-Niveau entfernt", zog Badura nach dem Schlusspfiff eine schonungslose Bilanz.
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