DJK Ammerthal erwartet in Ansbach keinen offen Schlagabtausch im Abstiegskampf
Taktik hat Vorrang

Lokales
Ammerthal
13.03.2015
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Niemand konnte erwarten, dass Fußball-Bayernligist DJK Ammerthal nach einer durchwachsenen Vorbereitung ein Feuerwerk abbrennt. Es war das erste Punktspiel der neu formierten Mannschaft, noch dazu das erste nach der Winterpause auf natürlichem Rasen. Wichtig waren am Ende beim verdienten 3:1-Sieg gegen den TSV Neudrossenfeld die drei Punkte.

Wie viel Potenzial in dieser Mannschaft steckt, zeigte sich in der zweiten Hälfte. Die Mannschaft von Trainer Markus Mühling ließ nichts mehr anbrennen und drehte das Spiel nach 0:1-Rückstand. "Es war der erste Schritt in die richtige Richtung. Jetzt heißt es konstant zu werden und in Ansbach nachzulegen. Bei einem Sieg käme der Dreier vom letzten Spieltag erst richtig zum Tragen", erklärt Mühling.

Ein Punkt auseinander

Das brisante Abstiegsduell am Samstag, 14. März (15 Uhr), im Pigrol-Sportpark gegen die SpVgg Ansbach ist für beide Teams von enormer Bedeutung. Beide Mannschaften trennt gerade mal ein Punkt voneinander - nur der Sieger kann sich weiter Hoffnung auf den am Ende rettenden 13. Tabellenplatz der Bayernliga Nord machen. "Dass dieses Match eine Riesenaufgabe für uns wird, ist jedem bewusst. Wir werden und müssen alles in die Waagschale werfen, um da was Zählbares mitzunehmen", sagt Mühling. "Als kleinen Schritt, aber keinen Befreiungsschlag", sah Ammerthals Sportlicher Leiter Tobias Rösl den Sieg gegen Neudrossenfeld. "Wir standen mit dem Rücken zur Wand. Es waren drei überlebensnotwendige Punkte für uns."

Die Ansbacher um Trainer Andreas Heid, der den im Oktober den zurückgetretenen Fredi Skurda beerbte, waren zuletzt bei der SpVgg SV Weiden überaus kämpferisch. Der Tabellenführer musste sich am Ende gegen die über lange Zeit in Unterzahl agierende Ansbacher Mannschaft gewaltig strecken, um einen glücklichen 3:2-Erfolg einzufahren.

Nur zwei von zwölf Partien im eigenen Stadion hat Ansbach erst gewonnen, eine Bilanz, die nicht unbedingt für Heimstärke spricht. Doch nach der Winterpause werden die Karten oftmals neu gemischt. Dabei spielen natürlich auch Neuzugänge eine gewisse Rolle. So ließen auch die Mittelfranken nichts unversucht, um die Qualität im Kader zu verbessern. Mit Emilian Paliyski (SV Memmelsdorf), Fabian Döllinger (TSV Neustadt Aisch) und Petrit Djonbalic, der in der vergangenen Saison noch das Trikot der DJK trug, hat das Team von Andreas Heid zusätzliche Optionen erhalten.

Als Einheit auftreten

Die DJK-Elf um Kapitän Bastian Leikam muss wieder als Einheit auftreten, dann sollte zumindest eine Punkteteilung möglich sein. Kaum vorstellbar ist es, dass es zwischen beiden Teams von Anstoß weg zu einem offenem Schlagabtausch kommen wird. Entscheidend wird sein, welche Mannschaft die taktischen Vorgaben der Trainer besser umsetzt. "Wir schauen in Ammerthal derzeit von Spiel zu Spiel, nicht unbedingt auf die Tabelle. Viel wichtiger ist es, dass wir in der jetzigen entscheidenden Phase unser Spiel durchbringen und weiter an uns glauben", so Mühling.

Drei fehlen

Positiv ist für den Trainer, dass er ab sofort wieder auf Florian Fromholzer bauen kann. Dominik Mandula (Knöchelverletzung), Tobias Laurer (Aufbautraining) und Christian Richter (Prellung) zählen in Ansbach nicht zum Kader.

DJK Ammerthal: Schmidt (25), Lang (23); Stauber (20), Leikam (4), Scheidler (17), Götzl (16), Jank (3), Mellinghoff (2), Lämmermann (19), Fischer (5), Fürsattel (14), Papadopoulos (18), Fromholzer (27), Hiemer (15), Becker (7), Jonczy (9), Kotzbauer (13), Pospisil (29), Haller (8).
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