Ein Remis, das hoffen lässt

Interessiert, oft engagiert und einige Male frustriert verfolgt Ammerthals Neu-Trainer Robert Ziegler (Zweiter von links) das Geschehen auf dem Rasen. Noch dezent dahinter (links) und sehr viel schweigsamer Co-Trainer Thomas Rösl. Bild: ref
Lokales
Ammerthal
23.03.2015
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In Hälfte eins regiert die Nervosität, Torchancen sind die berühmte Mangelware. Dafür kracht's in Hälfte zwei binnen 90 Sekunden gleich zweimal - und vor der Ammerthaler Bank geht's im Bayernligaspiel gegen Haibach deutlich lauter zu. Denn da steht wieder Trainer Robert Ziegler.

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig und sprachen von einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden gegen den SV Alemannia Haibach. Ein Ergebnis, das der DJK Ammerthal in der jetzigen Lage nicht weiter hilft, aber die gezeigten Leistungen lassen zumindest auf Besserung hoffen.

"Meine Mannschaft hat Willen an den Tag gelegt, das war in Ordnung. Defensiv sind wir über weite Stecken gut gestanden, der Gegner hatte im ersten Durchgang nicht eine gute Torchance zu verzeichnen. In der Vorwärtsbewegung hatten wir zu viele leichte Ballverluste," sagte Neu-Trainer Robert Ziegler, der von der ersten Sekunde an lautstark Kommandos auf das Spielfeld brüllt.

Im ersten Durchgang passierte auf beiden Seiten relativ wenig. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitgehend, das Spiel war überwiegend von Nervosität und Taktik geprägt, was Gästetrainer Klaus Hildenbeutel auch zum Ausdruck brachte: "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, hatten zwar etwas mehr Ballbesitz, aber in der Offensive wenig Durchschlagskraft."

Besser wurde das Spiel laut Hildenbeutel erst nach dem Seitenwechsel. "Es hat in der Pause einige deftige Worte gegeben, nachdem ich zu Beginn keinen Siegeswillen meines Teams feststellen konnte." Die Zuschauer sahen in Hälfte zwei von beiden Teams mehr Zug zum Tor. So musste Manuel Jank, der von Ziegler ein Sonderlob erhielt, in der 61. Minute Kopf und Kragen riskieren, um einen Einschlag von Murat Briteav zu verhindern. Die bis dahin beste Chance für die Platzherren hatte in der 66. Minute im Verbund mit Manuel Hiemer schließlich Dominik Haller, die brenzliche Situation wurde im letzten Moment zur Ecke geklärt.

Nur wenige Minute später wähnten viele Zuschauer den Ball schon in Gästetor, nachdem Torwart Patrick Emmel zu weit vor seinem Tor stand und er den Ball von Dominik Haller aus gut 40 Metern gerade noch zur Ecke klären konnte. Nach 72 Minuten durften die DJK-Fans dann endlich jubeln, als nach schöner Vorarbeit von Lukas Papadopoulos, der im Zentrum Manuel Hiemer bediente, der keine Mühe hatte zu vollstrecken.

Der Jubel war noch nicht verklungen, da rappelte es bereits auf der Gegenseite, nachdem SV Torjäger Christian Breunig einen Pass von der linken Seite nur noch einschieben brauchte. Nach diesem Tor blieben die Gäste am Drücker und hatten Chancen, das Spiel noch für sich zu entscheiden. "Wir wirkten zum Schluss hin nicht mehr frisch und spritzig genug, um das Spiel nochmal an uns zu reißen, da haben wir gewaltig abgebaut. Haibach war hier dem Siegtreffer deutlich näher", sagte Ziegler. Hildenbeutel brachte mit Marco Trapp einen weiteren Angreifer ins Spiel, der die Ammerthaler Hintermannschaft mehrmals in arge Bedrängnis brachte. Ein Torerfolg wollte den Gästen trotz einiger guter vorgetragener Angriffe aber nicht mehr gelingen. In der Schlussminute hatten die Unterfranken das Quentchen Glück dann auf ihrer Seite, als nach einer undurchsichtigen Aktion Dominik Haller im letzten Moment abgeblockt wurde.

Am Ende stellte Robert Ziegler fest: "Es ist logischerweise vieles nicht rund gelaufen, bei einigen Aktionen waren wir einfach zu schlafmützig, so wie beim Ausgleichstor, so was darf nicht passieren. Wir haben richtig viel Arbeit vor uns, um für die Relegation eine Truppe aufs Feld schicken zu können, die weiß, was sie zu tun hat."
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