Fasziniert vom Heiligen Land

Jugendliche an der Klagemauer. An diesem Ort müssen alle die traditionelle Kopfbedeckung, die Kippa, tragen. Zettel mit Gebeten und Wünschen werden in die Mauerritzen gesteckt. Bilder: oe
Lokales
Ammerthal
18.08.2015
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Der Jugendaustausch ist zweifelsohne das Herzstück der Partnerschaft von Modiin und Ammerthal, die seit vielen Jahren besteht. Jetzt waren zehn Jugendliche aus der Oberpfalz in Israel und erkundeten dabei das Heilige Land.

Kultur, Geschichte und Alltag eines Landes lernt man am besten durch Menschen kennen. Die Teilnehmer am Jugendaustausch waren in Gastfamilien untergebracht, unternahmen mit israelischen Jugendlichen Ausflüge, diskutierten mit ihnen das Erlebte und tauschten Meinungen aus - und all das problemlos in Englisch. Mit Sabine Wöhner, Gymnasiallehrerin für Englisch und Religion, war eine engagierte Jugendleiterin dabei, die seit Jahren im Jugendaustausch aktiv ist.

Bis an die Grenze zu Gaza

Beim Besuch im Council überbrachte Sabine Wöhner die Grüße der Gemeinde Ammerthal und des Vereins zur Förderung der Partnerschaft Ammerthal - Modiin. Bürgermeister Shimon Sousan freute sich sichtlich über den Besuch der jungen Leute aus der Partnergemeinde. Für beide Länder sei der Jugendaustausch sehr wichtig und ein Baustein der guten Partnerschaft, sagte er.

Bei verschiedenen Touren lernten die Oberpfälzer das Heilige Land kennen. Sie reisten in den Süden, an die Grenze zu Gaza. Dort diskutierten sie mit Einwohnern über den Alltag eines grenznahen Dorfes. Alina aus Ammerthal war beeindruckt davon, dass die Jugendlichen trotz der ständigen Lebensgefahr durch Raketenbeschuss nie aus ihrer Gemeinde wegziehen wollten.

Tief in die Geschichte tauchte die Gruppe ein, als sie die ehemalige Festung Masada besuchte, die 30 vor Christus erbaut wurde und lange Zeit als uneinnehmbar galt. Vieles ist gut erhalten und wurde aufwendig restauriert. Das archäologische Ausgrabungsgelände ist seit 2001 Weltkulturerbe. Drei Jugendliche hatten sich intensiv in das Thema Masada eingearbeitet: Auf Hebräisch, Englisch und Deutsch präsentierten sie ihren Freunden das Weltkulturerbe. Bei der Stippvisite am Toten Meer zeigte das Thermometer 47 Grad an, auch das Wasser brachte keine Abkühlung: Es war über 30 Grad warm.

Trotzdem hatten die Jugendlichen Spaß daran, im Toten Meer zu baden. Sie testeten selbst, dass man tatsächlich auf dem Wasser liegen kann - Grund dafür ist der hohe Salzgehalt mit rund 30 Prozent. Bei einem Abstecher in den Norden standen der See Genezareth und der Jordan auf dem Programm. Die Jugendlichen unternahmen eine Kanutour, bei einer Jeep-Safari ging es auf die Golanhöhen unweit der Grenze zu Syrien. Die zwei Tage im Norden mit viel Geschichte und sportlichen Aktivitäten förderten das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der deutsch-israelischen Gruppe, berichteten Maximilian und Kathrin. Auch die alte Hafenstadt Akkon, eine der oriantalischsten Städte Israels, wurde besucht.

Pulsierendes Tel Aviv

In Tel Aviv, der zweitgrößten Stadt des Landes, pulsiert das Leben, stellten die Jugendlichen aus Ammerthal schnell fest. Sie erlebten eine sehr westliche Stadt mit namhaften Kaufhäusern und Hotels und einem kilometerlangen sauberen Strand. Insbesondere auf dem Carmel-Markt war das Angebot an Kleidung, Schmuck und natürlich Obst und Gemüse unglaublich groß.

Für Marianne und Elisa war der Aufenthalt in Israel eine unvergessliche Zeit: Sie lernten das Land und die Kultur kennen, sahen viele Sehenswürdigkeiten und schlossen Freundschaften innerhalb der Gruppe. Ein Lob der Ammerthaler ging auch an Reise- und Jugendleiterin Sabine Wöhner sowie an den Verein zur Förderung der Partnerschaft Ammerthal und dessen israelisches Pendant Hevel Modiin.
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