Fatales Missverständnis

Der baumlange Hofer Innenverteidiger Frantisek Kura köpft auf das Tor von DJK-Schlussmann Kevin Schmidt (links hinten), beobachtet von den Ammerthalern Alexander Bucher, Rafael Wodniok, Manuel Jank und Florian Fromholzer (von links). Bild: Ziegler
Lokales
Ammerthal
03.11.2014
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Auch gegen die SpVgg Bayern Hof ist es das alte Lied: Die DJK Ammerthal spielt engagiert, erarbeitet sich Chancen - leistet sich dann aber Fehler in der Abwehr, die der Gegner gnadenlos ausnutzt.

Trotz einer ansprechenden Vorstellung stand die DJK Ammerthal nach der 1:4-Niederlage in der Fußball-Bayernliga Nord wieder einmal mit leeren Händen da. "Es war ein richtig schwer erkämpfter Sieg für uns gegen eine überaus aggressiv auftretenden Ammerthaler Mannschaft, die uns alles abverlangte. Der glückliche Führungstreffer hat uns natürlich in die Karten gespielt, es war am Ende ein eindeutiger Arbeitssieg", sagte Hofs Trainer Faruk Maloku nach dem Spiel.

Beide Mannschaften begannen verhalten, das Spiel war von der Taktik geprägt, keiner riskierte zu viel. Ballsicherung war oberstes Gebot, so dass Torchancen Mangelware blieben. Strafraumszenen gab es so gut wie keine. Bis zum Missverständnis zwischen Ammerthals Innenverteidiger Manuel Jank und Torhüter Kevin Schmidt, die beide nicht an den Ball kamen: Nutznießer dieses Blackouts war Lukas Papadopoulos, der am schnellsten reagierte und zum 0:1 traf (21.). Ein Tor wie aus heiterem Himmel.

Bucher vergibt

Ammerthal reagierte relativ unbeeindruckt, versuchte weiter Linie ins Spiel zu bringen, ohne sich dabei trotz mehr Spielanteile aber nennenswerte Torchancen zu erspielen. Die beste Möglichkeit vergab Alexander Bucher mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (41.).

Ammerthal kam entschlossen aus der Kabine, zeigte weiter viel Einsatz, fing sich aber bereits in der 49. Minute das unglückliche 0:2 ein: Nach einem Pressschlag segelte der Ball in den Strafraum, Abnehmer war Thomas Stock, der den Ball per Direktschuss in die Maschen hämmerte. Wenige Minuten später vergab Dominik Haller in aussichtsreicher Position den Anschlusstreffer. Auf der Gegenseite hatte Stock die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, doch DJK-Schlussmann Kevin Schmidt reagierte hervorragend. Hoffnung keimte noch einmal auf, als Philipp Lämmermann mit einem Flachschuss auf 1:2 verkürzte.

Hof hatte nun bange Minuten zu überstehen, aber auch Pech, dass ein Heber von Papadopoulos auf das leere Tor an der Latte landete (68.). Ammerthal blieb dran und musste nach einer Gelb-Roten Karte für Patrick Stauber den nächsten Dämpfer einstecken (75.).

Kein Elfmeterpfiff

Trotzdem blieb die DJK weiter das tonangebende Team. In der 79. Minute roch es stark nach Handelfmeter für die DJK, doch der Unparteiische ließ überraschend weiterspielen. Im direkten Gegenzug folgte der endgültige Genickschlag, als Stock eine Unachtsamkeit gnadenlos zum 1:3 bestrafte. Es kam noch dicker für die DJK, als Christian Richter seinen Gegenspieler im Strafraum von den Beinen holte. Es gab Strafstoß und Gelb-Rot für Richter. Den Elfmeter verwandelte der Hofer Kapitän Christian Scharps sicher zum 1:4-Endstand.

"Defensiv eine Macht"

Trotz einer ansprechenden Leistung reichte es für das Team von Markus Mühling wieder nicht zu einem Erfolgserlebnis. "Hof war in der Defensive eine Macht und höchst effektiv im Ausnutzen der Chancen", sagte der DJK-Trainer. "Wir konnten unsere auch im Ansatz guten Möglichkeiten dagegen nicht zu Ende spielen. Dennoch bin ich mit der kämpferischen Einstellung meiner Mannschaft zufrieden. Wir betrieben einen hohen Aufwand, konnten uns aber dafür nicht belohnen."
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