Ganz und gar nicht wie ein Kellerkind

Endgültige Entscheidung: Der kurz zuvor eingewechselte Michal Pospisil (rechts) knallte den vom Weidener Torhüter Dominik Forster (Mitte) nach vorne abgewehrten Schuss von Nico Becker zum 2:0 unter die Latte. Weidens Kapitän Thomas Wildenauer kommt zu spät. Bild: Ziegler
Lokales
Ammerthal
17.05.2015
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Die DJK Ammerthal scheint rechtzeitig zur Relegation in Form zu kommen. Der 2:0-Derbysieg gegen die SpVgg SV Weiden ist das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage. Trainer Robert Ziegler ist zufrieden - und zuversichtlich.

Auch wenn es in dem Oberpfalzderby außer ums Prestige um nichts mehr ging, boten die DJK Ammerthal und die SpVgg SV Weiden über weite Strecken eine ordentliche und ansehnliche Vorstellung. Der 2:0-Sieg der Ziegler-Elf war verdient, weil sie vor allem im ersten Durchgang klar tonangebend war. "Die Art und Weise, wie wir vor der Pause aufgetreten sind, hat mir nicht gefallen", sagte ein enttäuschter Weidener Trainer Christian Stadler. "Wir wollten hier schon etwas mitnehmen - das ist uns nicht gelungen." Allein mit der Leistung nach dem Seitenwechsel war Stadler einverstanden: "Die zweite Halbzeit war in Ordnung, da hatten wir mehrmals auch den Ausgleich auf dem Fuß."

Frühe Führung

Das Spiel begann vielversprechend für die DJK Ammerthal: Bereits in der 7. Minute erzielte Dominik Haller nach einer Rechtsflanke von Michael Jonczy die 1:0-Führung. Dies gab der Ziegler-Truppe Sicherheit, die erneut ganz und gar nicht wie ein Kellerkind auftrat und in diesem Jahr auf eigenem Platz weiterhin ungeschlagen ist. Es fehlte einzig der zweite Treffer. Der lag zwar mehrmals in der Luft, doch Weidens Torhüter Dominik Forster vereitelte ihn mehrfach. Die erste gute Möglichkeiten der Gäste vergab in der 29. Minute Peter Schecklmann nach einem Eckball, hier fehlten bei seinem Kopfball nur Millimeter. Einen raffinierten Freistoß von Friedrich Lieder konnte DJK-Torwart Kevin Schmidt mit Mühe parieren.

Nach der Pause kam Weiden wesentlich entschlossener aus der Kabine, man merkte der Stadler-Elf an, dass sie nicht mit einer Niederlage nach Hause fahren wollte. In der 51. Minute schien der Ausgleich nach einem Konter über Benjamin Burger fällig, doch in der Mitte verfehlte Ralf Egeter nur ganz knapp. Zwei Aufreger folgten in der 55. Minute: Nach einem Foul an Michael Jonczy im Strafraum ließ der Unparteiische großzügig weiterspielen und im direkten Gegenangriff wurde Egeter ebenso höchst strittig im Strafraum angegangen - der Pfiff blieb aber ebenso aus.

Mit Glück und Geschick

Jetzt begann die stärkste Phase der Gäste, der Ausgleich schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch mit Glück und Geschick überstand Ammerthal diese Drangperiode und setzte wieder Akzente mit zum Teil sehr gut vorgetragenen Angriffen, bei denen Weiden mehrmals Glück hatte. Dominik Mandula (64.) und Michael Jonczy (67.) vergaben ihre guten Gelegenheiten. Aber auch Weiden blieb präsent und machte phasenweise richtig Druck, dem aber die sehr umsichtig agierende Ammerthaler Defensive standhielt. In der 81. Minute dann die Entscheidung: Einen satten Schuss konnte Torhüter Forster gerade noch abwehren, doch Michal Pospisil war zur Stelle und staubte zum 2:0 ab. Eine weitere Topgelegenheit ließ Nico Becker ungenutzt (89.). Auf der Gegenseite hätte es der eingewechselte Michael Drechsler noch einmal spannend machen können, doch sein Schuss landete an der Latte.

Nach dem Schlusspfiff war Ammerthals Trainer Robert Ziegler zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft: "Man konnte deutlich erkennen, dass Weiden nicht rein zufällig in der Bayernliga-Spitze zu finden ist. Das haben sie im zweiten Durchgang deutlich unter Beweis gestellt. Zu meiner Mannschaft muss ich sagen, dass wir wieder einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Sie hat sich die drei Punkte redlich verdient."
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