Haarige Aktion im Strafraum

Ein Bild mit Symbolwert: Der Ammerthaler Innenverteidiger Thomas Götzl (unten) und seine DJK mit der vierten Niederlage in Serie am Boden, über ihn setzt sich der Forchheimer Mittelfeldspieler Thomas Roas (Mitte) hinweg, beobachtet vom Ammerthaler Außenverteidiger Patrick Stauber (links hinten). Bild: Ziegler
Lokales
Ammerthal
04.10.2014
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Der Bayernliga-Spitzenreiter aus Forchheim musste zittern angesichts des Sturmlaufs der DJK Ammerthal, die einen Pechvogel in ihren Reihen hatte.

Eine weitere völlig unnötige 0:1-Niederlage kassierte die DJK Ammerthal am Freitag gegen Tabellenführer SpVgg Jahn Forchheim. Wieder einmal konnte die Elf von Markus Mühling im ersten Abschnitt mehrere Topmöglichkeiten nicht nutzen, brachte sich somit um den Lohn zumindest einen Punkt gegen die Spitzenmannschaft aus Forchheim einzufahren.

"Bitter nach so einem Spiel ohne Punkt dazustehen. Einstellung und das Engagement waren so, wie ich es mir vorgestellt habe, es fehlte nur das Quentchen Glück. Wir sind als Mannschaft aufgetreten, dass stimmt mich positiv", sagte Mühling.

Selbst ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf nach wohl auch noch zu wenig gewesen, denn der Tabellenführer wankte gewaltig, konnte lediglich in den ersten gut 20 Minuten seine Ansprüche unter Beweis stellen. Hier demonstrierte der Gast eindrucksvoll warum er die Bayernliga Nord anführt, allerdings hatten die Gäste danach nicht mehr viel zu bieten, die DJK kam mit zunehmender Spieldauer gewaltig auf, was Jahn Trainer Michael Hutzler nachdenklich stimmte. "Ich war schockiert, wie wir nach unserer Führung aufgetreten sind und ich war überaus überrascht, dass Ammerthal angesichts solch einer Leistung in der Tabelle so weit hinten steht. Wir haben um den Ausgleich gebettelt, mussten über 70 Minuten richtig zittern." Forchheim war vom Anstoß weg die klar bessere Mannschaft auf dem Platz und ging in der 6. Minute nach einem Kontertor durch Sebastian Schäferlein in Führung. Forchheim zeigte kurzzeitig die bessere Spielanlage, ein weiterer Treffer blieb dem bis dahin selbstbewusst auftretenden Gast aber verwehrt.

Mit einem gefährlichen Schuss von Carmine De Biasi (28.), den Torwart Beck mit den Fingerspitzen gerade noch um den Pfosten lenkte, läutete Ammerthal die Wende ein, bekam das Spiel zusehends mehr und mehr in den Griff und hatte bis zum Seitenwechsel Torchancen die man eigentlich kaum besser heraus spielen kann.

Zum Pechvogel des Spiels avancierte Nico Becker, dem bei zwei Topgelegenheiten (37./41.) das Pech an den Stiefeln klebte. Dazwischen zielte Michal Pospisil nach einer Freistoßflanke von Wodniok aus kürzester Distanz knapp am Tor vorbei. Nach verhaltenen Beginn der DJK war es bis zum Seitenwechsel das Spiel der verpassten Möglichkeiten. An der Überlegenheit der Ammerthaler änderte sich im zweiten Durchgang wenig. Die Schlussphase entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Ammerthal drehte gewaltig auf, wollte den Ausgleich mit aller Macht erzwingen. Haarig, eine Aktion gegen Pospisil, der im Strafraum klar festgehalten wurde, doch der fällige Elfmeterpfiff blieb aus (81.). Selbst DJK-Keeper Kevin Schmidt war zum Schluss minutenlang nur noch in der Jahn-Hälfte zu finden.
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