Jetzt steht's im Goldenen Buch

Lokales
Ammerthal
31.10.2015
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Ob's fürs Geschichtsbuch der Gemeinde gereicht hat, lässt sich erst in Jahrzehnten sagen - fürs Goldene Buch war dieser Besuch jetzt schon ein Notiz wert: "Glückauf der wunderschönen, stolzen und streitbaren Gemeinde Ammerthal", schrieb Regierungspräsident Axel Bartelt hinein.

Dass Ammerthal "wunderschön" ist, hat der Regierungspräsident bei einem Spaziergang durch die 2189-Einwohner-Gemeinde selbst gesehen. Dass es auch eine "stolze Gemeinde" ist, vermittelte ihm Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec bei der Vorstellung - und dass der Ort auch "streitbar" ist, sei ihm im Vorfeld berichtet worden, verriet Bartelt zu seinem Eintrag.

Zwei Premieren erlebt

Der Ehrengast war sichtlich beeindruckt vom Empfang: Der Männerchor aus Ammerthal unter der Leitung von Hans Koller wartete im Rathaus-Foyer mit einem gesanglichen Willkommen auf und stimmte später auch das eigens auf Ammerthal getextete Heimatlied an. "Das betrachte ich als besondere Ehre, zum ersten Mal wurde ich bei einem Besuch von einem Chor empfangen", freute sich der Regierungspräsident. Zum ersten Mal war er aber auch in einer Gemeinde des Landkreises Amberg-Sulzbach, bemerkte die Bürgermeisterin stolz.

"Ich bin sehr bewegt ob dieses wunderschönen Empfanges", sagte Bartelt später - "das ist angekommen und wird auch hängenbleiben." Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec nutzte natürlich die Gelegenheit, ihre Gemeinde vorzustellen, die 2011 ihren 1025. Geburtstag feierte, aber auch ihre Mitarbeiter, die Mandatsträger, Vertreter der Vereine, Verbände, Kirche und Schule.

Es sei wichtig, den Bürgern ein Maximum an Lebensqualität zu verschaffen und sie dies auch spüren zu lassen, so formulierte die Rathauschefin ihr Credo. Den Wasserstreit, von dem Bartelt schon gehört hatte, verschwieg sie aber auch nicht. Zustande gekommen war die Einladung an ihn nach einem Neujahrsempfang. Nun, als er wirklich zu Besuch kam, entstand durchaus der Eindruck, dass Ammerthal künftig in Regensburg einen einflussreichen Fürsprecher hat - zum Beispiel bei Städtebauförderung oder Breitbandversorgung.

Flüchtlinge sind integriert

"Jetzt haben Sie soviel gehört, ohne dass das Wort Flüchtlinge gefallen ist", sagte die Bürgermeisterin und brachte das Thema selbst zur Sprache: 18 Syrer seien mittlerweile in der Gemeinde untergekommen und auch integriert. Dr. Hani Al-Kabbani, Ammerthaler mit syrischen Wurzeln, sei dabei eine große Hilfe. "Das ist ein Beispiel, wie wir es uns wünschen würden", lobte Bartelt diese Aktivitäten. Auch die Partnerschaft mit Israel zeuge von der Weltoffenheit der Gemeinde: "Wenn ich da helfen kann, mache ich das gerne", versprach er.

Zahlreiche offene Gespräche rundeten den Empfang im Rathaus ab. Danach ging es in die Grundschule, wo Rektorin Elvira Rückerl und die Schüler der 3. und 4. Klasse Bartelt einen musikalischen Gruß darbrachten. Danach gab's ein gemeinsames Mittagessen mit den Bürgermeistern, der Verwaltung, Dr. Al-Kabbani und Flüchtlingen. Ein Rundgang durch die Gemeinde mit Pfarrer Klaus Haußmann beendet das Programm.
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