Keineswegs blauäugig

Die letzten Anweisungen vor dem ersten Punktspiel: Ammerthals Trainer Thomas Adler (Zweiter von rechts) rechnet mit einer gewissen Zeit, die die Mannschaft braucht, um sich in der Landesliga Mitte einzufinden. Bild: ref
Lokales
Ammerthal
18.07.2015
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Zur Ammerthaler Sportlerkirwa geht die DJK Ammerthal am Sonntag, 19. Juli, ab 15 Uhr wieder auf Punktejagd - nach dem Abstieg aus der Bayernliga allerdings eine Etage tiefer.

Am ersten Spieltag der Landesliga Mitte erwartet die Elf von Neu-Trainer Thomas Adler gleich den Mitabsteiger aus der Bayernliga Süd, den 1. FC Bad Kötzting, was zugleich das Einweihungsspiel für die in Windeseile komplett neu gestalteten Steintribünenseite ist.

Beide Teams scheiterten in der Relegation am ASV Burglengenfeld und mussten den bitteren Gang in die Landesliga antreten. Eine Liga, die in dieser Saison definitiv nicht zu unterschätzen ist, so der allgemeine Tenor aus den Lagern der verschiedenen Mitstreiter. Auch Ammerthals Sportlicher Leiter Tobias Rösl ist sich um die Schwere der kommenden Aufgabe bewusst, zeigt sich aber durchaus zuversichtlich: "Wir werden nicht blauäugig sein und denken, dass es für uns einfach und leicht wird, ganz im Gegenteil. Es gilt in erster Linie Stabilität in die Mannschaft zu bekommen. Uns haben nicht viele Spieler verlassen, den großen Umbruch gab es heuer nicht, wir haben bewusst frühzeitig zweigleisig geplant."

Talentierter Torwart

Neu im Team ist der frühere Abwehrchef der SpVgg SV Weiden, Johannes Kohl (30), Ex-Kapitän von Quelle Fürth, Peter Gerber (23), der Spielmacher von Dergahspor Nürnberg, Orhan Akgül (24) und Florian Danner (19), ein hoffnungsvoller Nachwuchsspieler von SC Schwabach 04. Mit Johannes Badura (22) wechselte ein gebürtiger Ammerthaler vom Freier TuS Regensburg zu seinen Wurzeln zurück. Die Lücke, die Torwart Kevin Schmidt hinterlassen hat, wurde mit Marcel Schuhmacher (20), einem ebenfalls hochtalentierten Torwart, geschlossen. Er kam vom ASV Neumarkt, durchlief vor dieser Zeit beim 1. FC Nürnberg sämtliche Jugendmannschaften.

Gut gerüstet

Somit glaubt man in Ammerthal gerüstet zu sein, um nach dem Abstieg die zweifelsfrei schwere Aufgabe anzugehen. Thomas Adler hält den Ball flach und verweist auf viele negative Beispiele: "Wir müssen nach dem Abstieg erst einmal eine gewisse Geduld mitbringen und wieder Boden unter den Füßen bekommen, das geht nicht von heute auf morgen, was die relativ kurze Vorbereitungszeit auch deutlich zeigte. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Bayernliga-Absteiger in der Landesliga enorme Schwierigkeiten haben und oft nochmals gegen den Abstieg kämpfen."

Altlasten

Natürlich wäre es deshalb für die DJK enorm wichtig, mit einem Sieg gegen die Elf von Kötztings Trainer Peter Gallmeier in die Saison zu starten, was in Anbetracht des derzeit doch sehr ausgedünnten Spielerkaders extrem schwer werden dürfte. Manuel Hiemer muss aufgrund einer Roten Karte aus der alten Saison noch ein Spiel aussetzten. Johannes Badura hat ebenso noch Altlasten abzusitzen, muss wegen einer Roten Karte noch zwei Spiele pausieren. Nicht mitwirken kann auch Neuzugang Orhan Akgül wegen einer Oberschenkelzerrung. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter Dominik Haller, der aufgrund muskulärer Probleme das Training abbrechen musste.

DJK Ammerthal: Schuhmacher (1), Beck (23); Richter (12), Fürsattel (14), Stauber (20), Kohl (4), Jank (3), Danner (6), Gerber (17), Mandula (11), Becker (11), Jonczy (9), Kotzbauer (13), Papadopoulos (18), Laurer (21), Haller (8) ?
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