Lärm auf Schulsportplatz: Landratsamt misst nicht, sondern rechnet nur

Lärm auf Schulsportplatz: Landratsamt misst nicht, sondern rechnet nur (ll) Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec war am AZ-Telefon die Verärgerung anzuhören: "Wann haben die denn gemessen, der Platz ist doch gesperrt?", fragte sie, nachdem ihr das Landratsamt mitgeteilt hatte, dass der Schulsportplatz nicht werktags von 14 bis 19 Uhr durch jedermann genutzt werden könne, wie es die Gemeinde beantragt hatte. Das sei zu laut, hieß es vonseiten des Amtes, am nächstgelegenen Wohnhaus ergebe sich ein "Be
Lokales
Ammerthal
28.03.2015
0
0
Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec war am AZ-Telefon die Verärgerung anzuhören: "Wann haben die denn gemessen, der Platz ist doch gesperrt?", fragte sie, nachdem ihr das Landratsamt mitgeteilt hatte, dass der Schulsportplatz nicht werktags von 14 bis 19 Uhr durch jedermann genutzt werden könne, wie es die Gemeinde beantragt hatte. Das sei zu laut, hieß es vonseiten des Amtes, am nächstgelegenen Wohnhaus ergebe sich ein "Beurteilungspegel" von 61,5 Dezibel. Erlaubt seien 55. "Wer hat denn die 61,5 verursacht?", wollte Sitter-Czarnec wissen. Landratsamtssprecherin Christine Hollederer klärte auf: Die Stellungnahme des Amtes basiere auf einer "orientierenden Lärmmessung". Das sei eine "Prognose anhand von Parametern und Erfahrungswerten", keine tatsächliche Messung vor Ort. Laut Hollederer ist das aber in solchen Fällen ein bewährtes Mittel. Dass die Gemeinde ihren Antrag für die genannte Art der Nutzung zurücknimmt, wie es das Landratsamt vorgeschlagen hatte, kommt für Sitter-Czarnec nicht infrage. "Dann müssen sie ihn eben ablehnen." Bild: Hartl
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.