Landesliga Mitte: DJK Ammerthal darf den FC Tegernheim nicht auf die leichte Schulter nehmen
Kapriolen-Elf beim Schlusslicht

Lokales
Ammerthal
12.09.2015
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Von der Papierform her steht die DJK Ammerthal (20 Punkte) in der Fußball Landesliga Mitte am Samstag (15 Uhr) beim Tabellenschlusslicht FC Tegernheim (4) vor einer vermeintlichen leichten Aufgabe. Allerdings können solche Spiele die schwierigsten sein, und die klaren Außenseiter zu großen Stolpersteinen werden, wenn man sie auf die leichte Schulter nimmt.

DJK-Trainer Thomas Adler warnt seine Schützlinge eindringlich, diesen Gegner zu unterschätzen. "Uns erwartet definitiv ein schweres Spiel. Tegernheim hat Qualität in der Mannschaft, zählt seit Jahren zu den etablierten Teams in der Liga mit einer Menge Erfahrung. Warum es bei ihnen noch nicht nach Wunsch läuft, ist schwer einzuschätzen." Auch der überraschend frühe Trainerwechsel brachte noch nicht den erhofften Schub. Bereits nach dem dritten Spieltag verabschiedete sich der bisherige Spielertrainer Florian Schrepel (wechselte zu Bad Kötzting als Spieler). Als Nachfolger konnte mit Jürgen Press (Wacker Burghausen, FC Ingolstadt) ein überaus erfahrener Mann verpflichtet werden, dessen Aufgabe es jetzt ist, der Mannschaft nach dem bisherigen schwachen Saisonverlauf wieder Stabilität und Selbstvertrauen zu verleihen.

"Ich erkenne Woche für Woche einen Fortschritt, besonders in der Defensive finden wir langsam zu unserer Form, das ist überaus wichtig für unser Spiel", so der Ex-Profitrainer Jürgen Press, der die DJK bei ihren Spielen mehrmals intensiv beobachtete. Aufgefallen wird ihm dabei auch sein, dass die Elf um Kapitän Dominik Haller an unerklärlichen extremen Formschwankungen leidet. Gravierend hier die desaströse Darbietung bei Fortuna Regensburg (1:4), einen Spieltag später folgte der Galaauftritt gegen den TV Schierling (6:0).

"Für mich sind solche Kapriolen eine klare Einstellungssache. Ruft jeder sein Potenzial zu hundert Prozent ab, ist es schwer, uns zu schlagen. Die Qualität ist im Kader zweifelsfrei vorhanden", glaubt Adler. Der Trainer sah seinen Spielerkader während der Woche voller Tatendrang. "Die Mannschaft hat nach meinen Erkenntnissen sehr gut trainiert. Jetzt muss sich zeigen, ob die Trainingseindrücke sich bewahrheiten."

Wie ein roter Faden ziehen sich schon die gesamte Saison die verletzungsbedingte Ausfälle. Neu hinzu kommt Orhan Akgül mit Unterschenkelproblemen. Der Defensivmann schied bereits gegen Schierling wegen diesen frühzeitig aus. Auch aus dem erhofften Comeback von Torwart Marcel Schumacher wird nichts, seine Schulterverletzung brach im Training erneut auf. Ersetzt wird Ammerthals Nummer 1 durch den erfahren und lange Zeit in der Regionalliga und Bayernliga zwischen den Pfosten stehenden Mathias Beck (32), der seine Aufgabe bisher tadellos löste. Fehlen werden weiterhin Lukas Papadopoulos (Muskelfaserriss), Christian Richter (Bänderriss), Johannes Badura (Sperre) und auch Peter Gerber, der sich mit Knieproblemen herumschlägt. Einsetzbar ist nach überstandener Zehenverletzung Manuel Hiemer.

DJK Ammerthal: Beck (23), Kirschner (22); Stauber (20), Fürsattel (14), Kohl (4), Jank (3), Mandula (11), Jonczy (9), Kotzbauer (13), Becker (7), Laurer (21), Haller (8), Burger (16), Danner (6) Hiemer (15) Gerber (17)?.
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