"Mir fehlen die Worte"

Ein Bild mit Symbolwert: Verteidiger Patrick Stauber (links) und seine DJK Ammerthal sind nach der 0:7-Heimpleite völlig am Boden, während Mittelfeldspieler Giulio Fiordellisi (rechts) mit seiner Viktoria Aschaffenburg obenauf ist. Bild: Ziegler
Lokales
Ammerthal
20.10.2014
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Trainer Markus Mühling war sprachlos, Spieler und Fans fassungslos nach der höchsten Niederlage der DJK Ammerthal in einem Pflichtspiel. Dabei hatten die Gastgeber noch Glück, dass es nicht noch schlimmer wurde.

Vor der Pause war es eine Lektion in Sachen Effektivität: Die bärenstarken Aschaffenburger nutzen jede Torchance, führten bis zum Seitenwechsel mit 6:0. "Nach dieser Vorstellung speziell in den ersten 45 Minuten fehlen mir schlichtweg die Worte. Ich hatte zu Beginn schon ein gutes Gefühl, weil wir eigentlich bis zum ersten Gegentor gut im Spiel waren", sagte DJK-Trainer Mühling nach dem 0:7-Debakel zum Vorrundenende in der Fußball-Bayernliga Nord.

Auch wenn das Ergebnis das ein oder andere Tor zu hoch war, wirkte die Heimmannschaft in der Rückwärtsbewegung und generell im Abwehrverhalten desolat, kassierte die ersten drei Gegentreffer binnen drei Minuten. Dabei sah es zunächst gar nicht nach einer derartigen Klatsche aus, die DJK hatte durch Florian Fromholzer (4.) sogar die erste Gelegenheit. Doch im weiteren Verlauf demonstrierte die Elf von Gästetrainer Slobodan Komljenovic ihre Spielstärke und Qualität in der Offensive. Aschaffenburg zelebrierte blitzschnelles Umschaltspiel und sorgte durch sehenswert herausgespielte Treffer schnell für klare Verhältnisse. Den Torreigen eröffnete in der 15. Minute Daniele Toch, der nach einer Körpertäuschung im Strafraum zum 0:1 traf. Aschaffenburg nutze nun die Verwirrung der Ammerthaler eiskalt und erhöhte durch ein Kontertor von Björn Schnitzer (16.) und Simon Schmidt (18.) nach Ecke auf 3:0.

Auf der Linie geklärt

Nun kam Ammerthal zu Chancen, die man einfach nutzen muss, um wieder im Spiel zu sein. Von der 26. bis zur 31. Minute vergaben Dominik Haller (26.), Florian Fromholzer (30.) und Michal Pospisil (31.). Wie man es macht, demonstrierten dann die Aschaffenburger: Zunächst brachte Daniele Toch einen Konter zum 0:4 im Tor unter, bevor wiederum durch einen Doppelschlag Roberto Desch (44./45.) die Gästeführung auf 6:0 schraubte. Da spielte es auch schon keine Rolle mehr, dass ein Kopfball von Michal Pospisil (37.) auf der Torlinie geklärt wurde.

Trotz der Torausbeute war Gästetrainer Komljenovic in der Halbzeit leicht angesäuert: "Wir haben trotz klarer Überlegenheit zu viele Tormöglichkeiten zugelassen. Da hatten wir mehrmals das Glück auf unserer Seite." Im zweiten Durchgang schalteten die Gäste doch den ein oder anderen Gang zurück, so dass Ammerthal das Spiel nun offen gestalten konnte. Man muss der Mannschaft zumindest zugute halten, dass sie sich nicht hängen ließ und um den Ehrentreffer bemüht war. Doch der fiel trotz bester Einschussmöglichkeiten nicht.

Torwart als Spielverderber

Zum Spielverderber wurde SV-Torhüter Stefan Steigerwald, der bei einem Schuss von Dominik Haller (75.) und per Fußabwehr gegen Michal Pospisil (83.) seine Klasse bewies. Den Schlusspunkt setzte schließlich Yannick Franz kurz vor Ende der Partie, als er eine sehenswerte Vorlage von Pieper zum 0:7 verwertete.
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