Neue Ampel "rechtes Ärgernis"

Lokales
Ammerthal
26.11.2015
7
0

Eine Welle des Protests hat sich in Ammerthal noch nicht aufgetürmt - aber von grüner Welle ist an dieser Stelle auch keine Spur. Deshalb sind Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec und viele Autofahrer aus Ammerthal genervt - von der neuen Ampel an der Speckmannshofer Straße an der Einfahrt zum Neubau des Autohauses Fischer.

(e/ath) Das war auch Thema in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. "Es nervt halt, weil man da oft müßig steht", beschrieb die Bürgermeisterin das Problem der häufigen Rotphasen dieser Lichtzeichenanlage, obwohl aus dem Gewerbegebiet und vom Gelände des noch nicht eröffneten Standorts der Autofirma noch kaum Verkehr kommt.

Sitter-Czarnec schreibt OB

"Ein rechtes Ärgernis für die dahinter liegenden Bürger, natürlich auch für die Ammerthaler", ergriff Sitter-Czarnec für alle Kraftfahrer Partei, die von hier das Stadtgebiet in westlicher Richtung verlassen wollen, aber meistens erst mal "gestoppt" werden. Die neue Ampel ist mit der an der Kreuzung zur Nürnberger Straße die dritte auf diesem nur rund 200 Meter langen Abschnitt, was Laune und Verständnis der Kraftfahrer für diese Maßnahme oder zumindest die derzeitige Schaltung nicht besser macht.

Alexandra Sitter-Czarnec hat sich deshalb auch "schriftlich und freundlich" an ihren Amberger Amtskollegen Oberbürgermeister Michael Cerny gewandt, wie sie im Gemeinderat mitteilte. Sie zitierte folgenden Satz aus ihren Zeilen: "Ich selbst durfte mittlerweile x-mal Zeuge werden, dass diese Schaltung aufgrund noch fehlender Pkw - wie viele werden denn erwartet, dass die Stadt sich für ein Autohaus diese Anlage gönnt? - zum Autohaus Fischer eigentlich nur den Verkehr aufhält und die Fahrtzeit nach Ammerthal unnötig ausdehnt." Eine Antwort vom OB hat die Bürgermeisterin nach eigener Auskunft noch nicht erhalten.

Regierung lobt Ammerthal

Lob für Ammerthal gab es nach ihren Worten im von der Regierung der Oberpfalz verfassten Pressetext zum Besuch von Regierungspräsident Axel Bartelt. Darin ist von einer "weltoffenen Gemeinde" die Rede, was zum einen mit der seit 1989 währenden, lebendigen Partnerschaft mit der israelischen Stadt Modiin begründet wurde, zum anderen auf der Tatsache fußte, dass Ammerthal 16 syrische Asylbewerber aufgenommen hat. "Das zeigt, dass Integration gut funktionieren kann", lobte der Oberpfälzer Regierungschef.

Die Bürgermeisterin gab in dem Zusammenhang bekannt, dass im Januar weitere syrische Asylbewerber nach Ammerthal kommen. Es handele sich um 25 unbegleitete Minderjährige, die am Spitzberg im Gebäude der Waisenhausstiftung untergebracht werden sollen. Bereits jetzt bittet die Gemeinde um Kleiderspenden für diese Kinder und Jugendlichen. Ab Größe 134 bis hin zu kleineren Erwachsenengrößen werden Bekleidungsstücke, vor allem für die kalte Jahreszeit, gesucht.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.