Noch immer leiden viele Menschen, vor allem die Kinder, unter den Folgen des schweren Erdbebens, das Nepal heuer im April heimgesucht hat.
Hilfe für Nepal per Skype

Live-Schaltung nach Nepal: Ammerthaler Grundschüler nehmen per Skype Kontakt zu Gleichaltrigen in der Erdbebenregion aus. Bild: e
Lokales
Ammerthal
29.07.2015
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Ammerthaler Schüler knüpften über den Verein "Brücken zum Himalaya" Kontakt zu Gleichaltrigen in der abgelegenen Region Mele Gompa.

(e) Vor zehn Jahren begann dort der Bau einer Schule, zwei Monate vor dem Erdbeben wurden die letzten Gebäude fertig. 22 junge Menschen werden dort zu Mönchen erzogen, dadurch erfahren zugleich 22 Familien auch eine Unterstützung die sicherstellt, dass ihr Kind in einem der ärmsten Länder der Welt eine zukunftsträchtige Ausbildung erhält. Nach dem Erdbeben dauert es mindestens noch ein Jahr, bis in der zerstörten Schule wieder an einen geregelten Unterricht zu denken ist.

Ammerthals Rektorin Elvira Rückerl erfuhr über die Eltern eines Schülers von der Arbeit des Vereins und der dramatischen Situation vor Ort. Die Idee "Ammerthaler Schüler helfen einer Schule in Nepal" griff Rückerl sofort auf, der Kontakt zum Verein Brücken zum Himalaya war schnell hergestellt. Um die Nepalesen zu unterstützen sammelten die Schülerin Ammerthal fleißig Spenden. Die 2. Klasse startete eine Hilfsaktion und verkaufte in der Schule Wurstsemmeln, der Erlös betrug 150 Euro.

Gemeinsam mit der Grund- und Mittelschule Ursensollen wurde darüberhinaus ein Spendenlauf veranstaltet. Auf diesem Weg kamen 1455 Euro zusammen, 1015 Euro davon aus Ammerthal. Die gesamte Überweisung hatte einen Wert von 2600 Euro. Das Geld ist laut Rückerl bereits in Nepal angekommen, es wird für den Wiederaufbau verwendet.

Astrid Rößler vom Verein Brücke zum Himalaya hatte keine Möglichkeit, die Spende persönlich entgegenzunehmen. So kam man auf die Idee Internet. Die Kinder lernten die Empfänger dadurch per Skype persönlich kennen. Über fast 9000 Kilometer Entfernung stellten sich die Kinder gegenseitig Fragen. Die Ammerthaler erfuhren so, dass in Mele Gompa auch heute noch viele Dinge des täglichen Lebens nicht erhältlich sind, der Alltag aber weitergehen muss. Erste direkte Kontakte sollen demnächst bei einem Besuch von Astrid Rößler in der Ammerthaler Schule geknüpft werden.
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