Organisierte Nachbarschaftshilfe soll aufgebaut werden
Für alle Fälle

Lokales
Ammerthal
14.10.2014
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Das Seniorennetzwerk Ammerthal-Ursensollen funktioniert gut, es leistet laut Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec gute Arbeit. Das bestätigte auch die Ammerthaler Seniorenbeauftragte Christa Suttner bei der Gemeinderatssitzung.

Als Ergänzung dazu hatte die Verwaltung die Gründung einer "organisierten Nachbarschaftshilfe" vorgeschlagen. Diese Initiative werde in Ursensollen schon sehr erfolgreich praktiziert. "Unter Nachbarschaftshilfe versteht man, dass die Gemeinde schnell reagieren kann, wenn Menschen Hilfe brauchen", erläuterte die Bürgermeisterin. Behördengänge, Fahrdienst, Einkaufshilfen, Begleitung oder Transport zur Kirche oder zum Arzt seien beispielsweise mögliche Leistungen.

Zur Gründung eines solchen sozialen Netz- und Hilfswerks ("eine niedrigschwellige Unterstützungsform im Rahmen einer bürgerschaftlich engagierten Nachbarschaftshilfe") gewährt das Bayerische Sozialministerium eine einmalige Anschubfinanzierung für einen Zeitraum von bis zu eineinhalb Jahren in Höhe von 10 000 Euro. Damit könnte eine Koordinierungsstelle zum Aufbau einer dauerhaften, tragfähigen Organisationsstruktur für die Nachbarschaftshilfe Ammerthal angegangen werden, zeigten sich Bürgermeisterin und Verwaltung überzeugt.

Der Aufgabenbereich würde umfassen: Koordination der Aktivitäten einer Projektgruppe Nachbarschaftshilfe mit allen Akteuren (auch des Seniorennetzwerks) sowie den wirtschaftlichen Dienstleistern; Aufbau eines Fahrdienstes; ehrenamtliche Betreuung; konkrete Hilfestellung für Senioren oder hauswirtschaftliche Hilfestellungen seien denkbar.

Seniorenbeauftragte Christa Suttner stelle eine professionelle Koordinierungsstelle als absolut erforderlich heraus, wenn solch eine Nachbarschaftshilfe Sinn machen und ernsthaft angestrebt werden solle. Viel Arbeit sei da zu leisten, man müsse auf die Menschen zugehen und ihnen nahebringen, dass es eine solche Nachbarschaftshilfe gibt und was sie leistet. Der Gemeinderat beschloss schließlich einstimmig, einen Antrag auf eine staatliche Zuwendung für Nachbarschaftshilfen zu stellen.
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