Punkte für angeknackste Psyche

Den nächsten Großen der Bayernliga Nord hat die DJK Ammerthal vor Augen: Nach Forchheim, Weiden, Aschaffenburg und Großbardorf bekommt es die Mannschaft um Kapitän Bastian Leikam (vorne) nun mit dem Regionalliga-Absteiger SpVgg Bayern Hof zu tun. Bild: Ziegler
Lokales
Ammerthal
30.10.2014
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Ein 0:3 im Pokal, ein 1:4 in der Hinrunde. Im dritten Versuch will Fußball-Bayernligist DJK Ammerthal endlich einmal gegen die SpVgg Bayern Hof gewinnen. Mut macht ausgerechnet die Niederlage vom vergangenen Wochenende.

Im Achtelfinale des bayerischen Toto-Pokals standen sich die Oberpfälzer und die Oberfranken am 3. Oktober 2012 das erste Mal gegenüber. Der damalige Regionalligist gewann vor 700 Zuschauern durch drei Tore von Cem Ekinci mit 3:0. Am zweiten Spieltag der laufenden Saison verlor die DJK Ammerthal im Stadion zur Grünen durch zahlreiche individuelle Fehler klar mit 1:4. Punkte im Heimspiel am Sonntag, 2. November (Anstoß 14 Uhr), wären enorm wichtig für den Tabellenvorletzten, um noch ein Fünkchen Hoffnung aufrecht zu erhalten, den Klassenerhalt auf direktem Weg zu schaffen.

Klarer Fortschritt

Die zuletzt arg gebeutelte Mannschaft von Trainer Markus Mühling benötigt dringend ein Erfolgserlebnis für das doch stark angeknackste Selbstbewusstsein. Doch eigentlich braucht der Elf um DJK-Kapitän Bastian Leikam vor dem Spiel gegen Hof nicht bange sein - vorausgesetzt sie wiederholt die gute Mannschaftsleistung von Großbardorf. Die 1:3-Niederlage war völlig überflüssig, das große Manko war die miserable Chancenverwertung. Einsatz, Leidenschaft und Wille stimmten aber. Attribute, die gegen jeden Gegner nötig sind, ansonsten ist kein Blumentopf zu gewinnen. Schon gar nicht, wenn es gegen einen der ganz Großen geht. Hier muss vom Anstoß weg alles passen, um eine Überraschung zu schaffen. Für Trainer Markus Mühling war das Spiel gegen Großbardorf ein klarer Fortschritt: "Auf diese Leistung sollten wir aufbauen und diese in den nächsten Wochen stabilisieren. Wenn dann noch ein Stück weit mehr Konsequenz im Abschluss dazu kommt, dann werden wir uns auch mal für unseren Aufwand belohnen."

Für den Ammerthaler Coach zählen die unglücklich abgestiegenen Hofer zu den besten Teams der Liga: "Hof hat eine sehr starke Defensive mit nur zwölf Gegentoren. Deshalb gehe ich davon aus, dass sie nicht viele Chancen zulassen werden - die wir dann eben aber auch mal nutzen müssen".

Gäste unter Druck

Die Mannschaft von Trainer Faruk Maloku kommt als klarer Favorit und so natürlich auch mit einem gewissen Druck nach Ammerthal. Die Hofer rangieren mit 28 Punkten auf dem siebten Platz, ein Sieg ist somit Pflicht, um die Tabellenspitze nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren. Die unglückliche 0:1-Heimniederlage gegen den Tabellenführer SpVgg SV Weiden soll korrigiert werden. Für das Heimspiel am Sonntag verspricht der Ammerthaler Trainer: "Es wird ein Team auf dem Platz stehen, das alles gibt." Änderungen im Kader sind nicht geplant, so dass die gleichen Spieler wie zuletzt beim starken Auftritt in Großbardorf aufgeboten werden.

DJK Ammerthal: Schmidt (25), Schober (1); Jank (3), Leikam (4), Stauber (20), Götzl (16), Fromholzer (27), Jelinek (28), Wodniok (11), Richter (12), De Biasi (10), Pospisil (29), Becker (7), Lämmermann (19), Haller (8), Maas (9), Kotzbauer (13), Bucher (18).
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