Schon im Oktober beschäftigten sich die Gemeinderäte mit
Wieder Wasser-Gegenstimmen

Lokales
Ammerthal
30.11.2015
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den Gebühren für die Wasserversorgung. Jetzt gab es eine Entscheidung. Einstimmigkeit war nicht zu erwarten: Es standen drei Varianten zur Auswahl.

(e) Dabei seien nach "heutigem Kenntnisstand alle bekannten und relevanten Sachverhalte exakt eingearbeitet worden", sagte Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec vorab. In der Sitzung galt es nun, die verbindliche und entsprechende Beitrags- und Gebührensatzung zu erlassen. Dabei wurde viel und kontrovers diskutiert, sachlich und neutral, aber auch parteiisch und einseitig, bis es schließlich gegen fünf Stimmen aus CSU und CWG zum Beschluss der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung der Gemeinde Ammerthal und der Entwässerungssatzung kam. Gültig ist das alles ab 1. Januar 2016.

Ohne Viehberg

"Zur Deckung ihres Aufwands für die Herstellung der Wasserversorgungseinrichtung erhebt die Gemeinde einen Beitrag für das gesamte Gemeindegebiet mit Ausnahme des Gemeindeteils Viehberg", heißt es in dem Schriftstück. Der Betrag wird erhoben für bebaute, bebaubare oder gewerblich nutzbare Grundstücke, tatsächlich angeschlossene Grundstücke oder Flächen, die aufgrund einer Sondervereinbarung an die Wasserversorgungseinrichtung nachweislich angeschlossen sind.

Der Beitrag wird nach der Grundstücks- und der Geschossfläche sowie der vorhandenen Gebäude berechnet. Die kostenpflichtige Grundstücksfläche wird bei Arealen von mindestens 2000 Quadratmetern in unbeplanten Gebieten bei bebauten Grundstücken auf das Dreifache und bei unbebauten Grundstücken auf 2000 Quadratmeter begrenzt. Die Beitragssätze wurden wie folgt beschlossen: Pro Quadratmeter Grundstücksfläche sind 1,05 Euro zu zahlen. Für jeden Quadratmeter Geschossfläche sind 3,62 Euro fällig.

Bei Grundstücken, für die vor dem 1. Januar 1997 Beitragsschuld entstanden ist, beträgt der Satz pro Quadratmeter Grundstücksfläche 57 Cent, pro Quadratmeter Geschossfläche 2,28 Euro. Die Grundgebühr wird nach dem Nenndurchfluss oder nach dem Dauerdurchfluss der verwendeten Wasserzähler berechnet. Die Grundgebühr beträgt bei der Verwendung von Wasserzählern mit Nenndurchfluss: bis 2,5 Kubikmeter 30 Euro, bis sechs Kubikmeter 72 Euro und über sechs Kubikmeter 312 Euro jährlich. Beim Einsatz von Wasserzählern mit Dauerdurchlauf: bis vier Kubikmeter 30 Euro, bis zehn Kubikmeter 72 Euro und über zehn Kubikmeter 132 Euro jährlich. Die Verbrauchsgebühr wird nach der Menge des aus der Wasserversogungseinrichtung entnommenen Wassers berechnet, die Gebühr beträgt 1,68 Euro pro Kubikmeter.

Geeichte Wasserzähler

Der Wasserverbrauch wird durch geeichte Wasserzähler ermittelt, falls nicht vorhanden (oder wenn der Zutritt verwehrt wird bzw. wenn der Zähler den wirklichen Verbrauch nicht angibt) durch die Gemeinde geschätzt. Der Verbrauch wird künftig jährlich auf der Grundlage des letztjährigen Verbrauchs abgerechnet. Abschlagszahlungen sind jedes Jahr am 15. Februar, 15. Mai 15. August und 15. November zu leisten. Fällig ist dann jeweils ein Viertel des Vorjahresverbrauchs.

Beschlossen hat der Gemeinderat auch die Gebührenkalkulation des Abwasserpreises, er wurde mit 60 Cent pro Kubikmeter festgelegt. Wie zu vernehmen war, sollen die Ammerthaler durch eine entsprechende Informationsbroschüre noch eingehend über die neue Berechnung unterrichtet werden.
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