"Spiel lange offen halten"

Im Rückspiel in Ammerthal in der vorangegangenen Saison hielt die Abwehrmauer der DJK (hier mit Tobias Laurer, links, und Dominik Haller) beim 3:3 gegen die SpVgg SV Weiden lange stand. Bild: Ziegler
Lokales
Ammerthal
10.10.2014
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Die Oberpfalz ist eine Zwei-Klassen-Gesellschaft - in der Fußball-Bayernliga. Vorne die SpVgg Weiden, die vor Selbstbewusstsein nur so strotzt, hinten die DJK Ammerthal. Gegensätzlicher könnte das heutige Treffen nicht sein. Aber DJK-Trainer Markus Mühling zeigt sich optimistisch.

Vor einer weiteren Herkulesaufgabe steht die DJK Ammerthal heute, wenn in der Bayernliga Nord um 19 Uhr im Sparda Bank Stadion das Oberpfalzderby bei der SpVgg SV Weiden angepfiffen wird. Nur eine einzige Niederlage musste die Elf von Trainer Christian Stadler in den letzten elf Partien einstecken. Diese setzte es am 30. August beim Würzburger FV (0:1).

Ansonsten spielt das Team um SpVgg Kapitän Peter Schecklmann nach einem etwas wackeligen Saisonstart seit dem 30. Juli eine herausragende Saison, der jetzt mit dem Einzug in das Halbfinale des Bayerischen Toto-Pokals auch noch die Krone aufgesetzt wurde. Beachtlich bei diesem Wettbewerb ist vor allem, dass der derzeitige Bayernliga-Zweite mit dem SV Seligenporten (1:0) Eintracht Bamberg (6:4 n.E.) neben zwei Regionalligisten auch noch sensationell Drittligist SSV Jahn Regensburg (1:0) aus dem Weg geräumt hat.

Der sehr gute Saisonverlauf und die Erfolge im Pokal zeigen deutlich, wie viel Qualität im Kader der stets sehr kompakt auftretenden Weidner Mannschaft steckt, deren Selbstbewusstsein in der jetzigen Phase wohl kaum zu toppen ist. Die Defensivabteilung agiert in der Liga überaus stabil, ermöglicht den jeweiligen Gegnern wenige klare Torchancen, was nur acht Gegentore in immerhin schon 15 Ligaspielen deutlich unterstreichen. Ein Plus ist aber auch die Qualität im Offensivbereich mit Dauerbrenner Christopher Hegenbart und seinen neun Toren bisher.

Weiden hält die Fahne der Oberpfälzer Vereine in der Bayernliga Nord hoch, ganz hinten steht dagegen derzeit mit lediglich elf Punkten auf Platz 16 die DJK Ammerthal. Bei genauer Analyse der jeweiligen Spielverläufe, ist ganz klar festzustellen, dass man sich diese schlechte Platzierung selbst zuzuschreiben hat. Für einen Befreiungsschlag hätte die Mannschaft zuletzt gegen den Tabellenführer Forchheim sorgen können, ja eigentlich müssen. Unfassbar, was hier alles an besten Torchancen vergeigt wurde. DJK-Trainer Markus Mühling zeigt sich trotz allem optimistisch: "Ziel wird sein, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten, defensiv gut und aggressiv zu arbeiten. Wenn dann noch das nötige Quäntchen Glück im Abschluss mal dazu kommen sollte, sehe ich keinen Grund, warum wir nicht wenigstens einen Punkt mitnehmen sollten."

Fehlen wird im Kader der DJK neben den Langzeitverletzten Spielern Jan Fischer, Tobias Laurer, Patrick Harmel auch Nikolai Seidel, der nach seiner Roten Karte wieder spielberechtigt wäre, aber sich im Training eine Bänderverletzung im Knöchel zugezogen hat und aus beruflichen Gründen Alexander Bucher.

DJK Ammerthal: Schmidt (25), Schober (1); Jank (3), Leikam (4), Stauber (20) Götzl (16), Fromholzer (27), Jelinek (28), Wodniok (11), Richter (12), DeBiasi (10), Pospisil (29), Becker (7), Lämmermann (19), Haller (8), Maas (9), Kotzbauer (13), Siebert (17).
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