Unfall am Geburtstag: Knochen zertrümmert

Symbolbild: dpa
Lokales
Ammerthal
28.10.2015
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Ein besonders tragischer Unfall ereignete sich am Mittwochvormittag in Ammerthal. Dort fuhr ein 82-Jähriger Rentner versehentlich seine Schwester um - an deren 77. Geburtstag.

Der Bruder war gekommen, um seiner fünf Jahre jüngeren Schwester zum Geburtstag zu gratulieren. Als die netten Worte gewechselt waren, nahm das Unheil seinen Lauf. Laut Polizei verabschiedeten sich die beiden in der Einfahrt des Ammerthaler Anwesens. Der 82-Jährige sei in seinen Subaru gestiegen, habe den Wahlhebel des Automatik-Fahrzeugs auf R für rückwärts gelegt und sei unvermittelt nach hinten losgeprescht. "Offensichtlich hatte er das Brems- mit dem Gaspedal verwechselt und prallte ungebremst gegen die Gartenmauer des auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Grundstücks", teilte ein Polizeisprecher mit.

Durch das Garagentor

Weil er durch den starken Anprall geschockt war, stellte der Rentner den Hebel nun auf D, verwechselte anscheinend erneut die beiden Pedale und fuhr vorwärts auf seine Schwester zu, die immer noch im Hof stand und durch den Unfall in Schockstarre verfallen war. Sie landete auf der Motorhaube des Autos und wurde durch das geschlossene Garagentor in die Garage geschleudert. Zwischen dem Subaru ihres Bruders und ihrem in der Garage abgestellten eigenen Mercedes wurde sie eingequetscht. Der Aufprall muss enorm gewesen sein, denn der Mercedes wurde laut Polizei etwa dreieinhalb Meter nach vorne geschoben.

Mit dem Verdacht auf mehrere Trümmerbrüche an beiden Beinen wurde die Seniorin per Rettungswagen in das Amberger Klinikum gebracht. Laut Aussage der behandelnden Ärzte bestehe keine akute Lebensgefahr. Der Unfallverursacher kam ebenfalls zur medizinischen Behandlung ins Klinikum. Er stand unter Schock und klagte über ein Schleudertrauma.

Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 15 000 Euro. Die Feuerwehr aus Ammerthal wurde alarmiert, um die Unfallstelle auszuleuchten und bei der Bergung zu helfen. Das Kriseninterventionsteam war ebenfalls im Einsatz. Die Seelsorger kümmerten sich um den Ehemann und die Familie der Schwerverletzten.
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