Unterirdische Leistung der DJK Ammerthal bei 1:2-Niederlage in Frohnlach - Relegation ...
Alles andere als Bayernliga-tauglich

Lokales
Ammerthal
27.04.2015
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Nicht einmal eine Minute dauerte die Pausenansprache von Ammerthals Trainer Robert Ziegler. Grund hierfür war der unterirdische Grottenkick seiner Mannschaft im ersten Durchgang gegen den VfL Frohnlach. Mit 0:2 lag die DJK zur Pause im Hintertreffen und das gegen einen Gegner, der auch nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Für Ammerthal geht die Saison nach dieser vermeidbaren Niederlage definitiv in die Verlängerung, sprich Relegation.

Was die Mannschaft auf dem Platz ablieferte hatte mit knallharten Abstiegskampf allerdings überhaupt nichts zu tun. "Zum Selbstschutz und auch nicht, um Gefahr zu laufen, unter die Gürtellinie zu gehen, sage ich zu meiner Mannschaft, zum Gegner und auch zu diesem Schiedsrichter nichts", gab Robert Ziegler bei der öffentlichen Pressekonferenz von sich und übergab das Mikro sofort an seinen Kollegen Stefan Baumgardt, dem nach der langen Durststrecke die Erleichterung deutlich anzusehen war.

"Unser Nervenkostüm war nach der langen sieglosen Zeit auch sehr dünn. Ich finde schon, dass wir im ersten Durchgang eine ordentliche Vorstellung geboten haben," sagte Baumgardt. Die Tore erfolgten mit tatkräftiger Unterstützung seitens der Ammerthaler. Wer solche Riesenböcke baut, kann in der Bayernliga definitiv gegen keine Mannschaften bestehen. Überhaupt hatte diese Partie mit Bayernliganiveau so gut wie gar nichts zu tun. Den Ammerthalern fehlten an diesem Tag sämtliche Tugenden, die man braucht, um ein ordentliches Spiel abzuliefern. Man war von einer kreativen Spielweise meilenweit entfernt. Ein klarer Vorteil, den die Frohnlacher gegenüber den Grün-Schwarzen hatten, war die kämpferische Einstellung und deshalb ging der 2:1-Sieg auch in Ordnung. Nach einer überflüssig verursachten Ecke stieg Marcel Burkard ungehindert nach oben und traf mit kräftiger Unterstützung von DJK-Schlussmann Kevin Schmidt zum 1:0 (30.).

Ammerthal fand bis zu diesem Zeitpunkt so gut wie nicht statt, der lasche Auftritt wurde in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nochmals bestraft, als nach einem eigenen Einwurf an der Eckfahne des Gegners ein Konter eingeleitet wurde, den Tevin Mc Cullough zum 2:0 nutzte.

Dass die DJK im zweiten Abschnitt nach der desaströsen Darbietung der ersten 45 Minuten dann deutlich zulegen musste war natürlich eine logische Konsequenz. Die DJK kam jetzt zu Chancen, wobei Michael Jonczy in der 58.Minute mit einer Hundertprozentigen freistehend an Torwart Jonas Hempfling scheiterte. Vier Minuten später war es allerdings soweit, nachdem Michal Pospisil zuvor beherzt nachsetzte und Nico Becker mit einen Flachschuss unhaltbar einnetzte. In der 69. Minute war es Michael Jonczy der zum 2:2 Ausgleich traf - das dachten die rund 250 Zuschauer in Willi-Schillig-Stadion. Nicht aber der Unparteiische, er wollte ein Abseits gesehen haben - definitiv eine krasse Fehlentscheidung. Nur wenig später warteten die Ammerthaler nach einem klaren Handspiel im Strafraum auf den Pfiff, der jedoch blieb überraschend aus. Der mehrmals mögliche Ausgleich wollte den Ammerthalern trotz guter Möglichkeiten nicht mehr gelingen.
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