Verantwortung ist sehr groß

Mit der Hand auf der Truppenfahne legten Abordnungen der Rekruten, das feierliche Gelöbnis ab, das im Anschluss Kommandeur, Landrat und Ortsbürgermeisterin mit Handschlag bestätigten. Bild: Uschald
Lokales
Ammerthal
30.04.2015
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Ihr Handeln kann über Leben und Tod entscheiden. Die Verantwortung für Soldaten ist hoch. 139 Rekruten entschieden sich jetzt dennoch für diese Berufslaufbahn.

Das feierliche Gelöbnis, das am Donnerstag 139 Rekruten aus Gärmersdorf und aus Oberviechtach in Ammerthal ablegten, unterstrich das gute partnerschaftliche Verhältnis zwischen Kommunen und Bundeswehr. Bei den jungen Männern und Frauen, die aus ganz Deutschland stammen, handelt es sich um freiwillig länger dienende Soldaten, denen auch Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnek und Landrat Richard Reisinger Glückwünsche überbrachten.

Derzeit nur 19 Rekruten

Das feierliche Gelöbnis stellte für die Rekruten des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach und der 5. Kompanie des Logistikbataillons 472 aus Kümmersbruck einen Höhepunkt in der Grundausbildung dar. Sie begann am 1. April. Die vergleichsweise große Anzahl von 120 Rekruten aus Oberviechtach erklärt sich dadurch, dass die Panzergrenadiere die Grundausbildung für die gesamte Panzerbrigade 12 durchführen. Die 5./472 hingegen hat derzeit nur 19 Rekruten.

In Ihrer Ansprache bedauerte Bürgermeisterin Sitter-Czarnek die Aussetzung der Wehrpflicht. Mit Blick auf die jungen Rekruten sprach sie die Hoffnung aus, dass diese auch durch die Ehrhaftigkeit des Soldatenberufes angelockt und nicht nur durch die Attraktionsoffensive der Bundeswehr, zumal sich eine Armee blutberauschter Gotteskrieger bis an die Grenzen Europas heran morde.

Die jungen Männer und Frauen übernähmen nun für ihr Vaterland Verantwortung, und das völlig freiwillig. "Sie sind in unseren Gedanken, wenn sie später vielleicht Ihren Dienst im Ausland verrichten und wir freuen uns stets auf Treffen mit Ihnen," versicherte die Bürgermeisterin. Landrat Richard Reisinger, der als junger Mann selbst seinen Grundwehrdienst in der Gärmersdorfer Schweppermann-Kaserne abgeleistet hat, dankte den jungen Soldaten für ihren honorigen Beschluss, den Dienst bei der Bundeswehr anzutreten. Der Vertrauensmann der Rekruten, Schütze Alexander Orth, bedankte sich im Namen seiner Kameraden bei den Vorgesetzten für die bisherige großartige Ausbildung und für richtungsweisenden Unterricht.

Der Kommandeur der 472er, Oberleutnant Matthias Kampf, führte dem soldatischen Nachwuchs klar vor Augen, dass der Beruf des Soldaten besonders sei, weil mit seinem Handeln Tod und Verwundung einhergehen können. Das sei eine große Verantwortung, die ihr Dienstherr da auf ihre Schulter lege. Verantwortung für sich selbst, für die Aufgabe aber auch für die Menschen, die durch ihr Handeln betroffen werden.

Nicht unvorbereitet

"Diese Verantwortung legen wir aber nicht unvorbereitet in ihre Hände" versicherte Kampf. "Die Verantwortung ihrer Ausbilder und später ihrer Vorgesetzten in den Stammeinheiten ist es und wird es in der gesamten Dauer ihres Dienstes sein, Sie darauf bestmöglich vorzubereiten", so sagte er zu den jungen Soldaten.
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