Wasser bleibt ein Thema

Lokales
Ammerthal
30.10.2015
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Auch wenn die Zuhörer unisono signalisierten, wie zufrieden sie mit dem Amberger Wasser sind, drehten sich die meisten ihrer Fragen genau darum: Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec und die UWG-Gemeinderäte Gerda Schommer, Mario Flierl und Norbert Lehmeier stellten sich beim UWG-Treff interessierten Bürgern.

Hintergrund der meisten Fragen bei der Zusammekunft im Sportheim war das in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates präsentierte Finanzierungsmodell der Ammerthaler Wasserversorgung mit drei möglichen Preisvarianten: zwei mit Grundgebühr und 1,66 oder 1,75 Euro pro Kubikmeter und die dritte mit 1,83 Euro pro Kubikmeter ohne Grundgebühr.

Die Gemeindeordnung verpflichtet die Kommune laut Sitter-Czarnec, Investitionen aus besonderen Entgelten zu finanzieren. Zur Ermittlung der neuen Gebühren- und Beitragssätze bekamen alle Ammerthaler Besuch von Mitarbeitern eines Vermessungsbüros, um die aktuellen Grundstücks- und Geschossflächen zu ermitteln.

Bei Hausbesitzern, die dies verwehrt haben, wird nach den Worten der Bürgermeisterin mit Schätzungen gearbeitet. Alle Bürger hätten bei Anhörungsterminen nochmals Gelegenheit für Rückfragen. Bei der Bürgerversammlung Anfang kommenden Jahres beantworten Experten der Verwaltung noch offene Fragen. Die Räte der UWG werden die drei Preisvarianten laut Sitter-Czarnec in der Fraktion nochmals diskutieren. Die Bürgermeisterin verhehlte nicht, dass das Modell ohne Grundgebühr wohl das fairste sei. Sie werde sich aber der Mehrheit im Gemeinderat anschließen. Zudem würden im kommenden Jahr einmalige Verbesserungsbeiträge anfallen. Bei einem durchschnittlichen Anwesen lägen diese bei rund 550 Euro und würden, um die Zahlung erträglicher zu machen, quartalsmäßig erhoben.

Internet: Masten stehen

Norbert Lehmeier informierte über den aktuellen Stand beim Ausbau der Internet-Versorgung durch Jobst DSL und Vektoring. Die nötigen Masten seien bereits aufgestellt, die Verdrahtung soll in rund vier Wochen abgeschlossen sein. Bei einem von der Deutschen Funkturm AG im Auftrag der Telekom aufgestellten Funkturm in der Dietersberger Straße seien der Gemeinde die Hände gebunden, sagte Sitter-Czarnec. Sie war verwundert, dass angesichts der wohl zu erwartenden, hochgradigen Strahlenbelastung noch keine Beschwerden aus der Bevölkerung vorliegen.

Lob fand die Bürgermeisterin für die vielen Helfer der seit fast einem Jahr in Ammerthal lebenden syrischen Flüchtlinge: Ammerthal sei hier ein Musterbeispiel, wie Integration bei einer überschaubaren Anzahl von Neubürgern gelingen kann.
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