Wie gegen eine Wand

Mit einem unorthodoxen Sprung fängt der Ammerthaler Dominik Mandula (links) den Ball vor dem Kelheimer Tobias Gerst ab. Bild: Ziegler
Lokales
Ammerthal
22.11.2015
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Schlusslicht ATSV Kelheim rührt Beton an - und die DJK Ammerthal beißt sich lange Zeit die Zähne daran aus. Letztlich feiert Interimstrainer Markus Pöllinger aber einen Einstand nach Maß.

Wie gegen eine Wand rannte die DJK Ammerthal am Sonntag gegen den ATSV Kelheim an, sicherte sich aber mit einem hochverdienten 3:1-Arbeitssieg drei wichtige Punkte und übernahm wieder Platz eins in der Fußball-Landesliga Mitte. Die Gäste verteidigten mit Mann und Maus ihr Tor. Zudem ließ der tiefe Boden kein hochklassiges Spiel zu.

"Wir haben den Gegner genauso erwartet, sie standen sehr tief, die Partie wurde für uns zu einem regelrechten Geduldsspiel", sagte DJK-Interimstrainer Markus Pöllinger. "Hinzu kam das völlig überraschende 0:1, das auf die Mannschaft wie ein Schock wirkte. Kompliment an die Jungs, dass sie die Nerven nicht verloren haben und durch eine klare Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt das Ding noch gedreht haben." Zunächst agierte die DJK trotz ständigen Ballbesitzes viel zu behäbig im Spielaufbau und leistete sich im Spiel nach vorne zu viele leichtfertige Ballverluste. Einen bestrafte der Tabellenletzte bei einem Konter durch Florian Fischer mit dem 0:1 (14.). Es war der erste und auch letzte Torschuss der Kelheimer. "Wir wollten die Null solange wie möglich halten - und dann das! Natürlich spielte uns dieser Treffer in die Karten", sagte ATSV-Trainer Bernd Schinn. Ammerthal versuchte Lücken in der dicht gestaffelten Abwehr zu finden, was Lukas Papadopoulos aber erst in der 33. Minute glückte. Er steckte durch auf Michael Jonczy - und es stand 1:1 (33.). Das Spiel blieb zäh, es fehlten die kreativen Momente und auch etwas an der Laufbereitschaft. Direkt nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste bei einer guten Gelegenheit von Jonczy Glück, der Ball wurde in höchster Not zur Ecke geklärt. Mit der Einwechslung von Nico Becker brachte Pöllinger frischen Wind über die linke Angriffsseite. Becker war es auch, der den 2:1-Führungstreffer von Jonczy erstklassig vorbereitete. Aus spitzem Winkel donnerte der Torjäger den Ball unter die Latte (67.).

Der Treffer wirkte befreiend, fortan klappte vieles, was vorher noch misslang. Ammerthal drängte auf das dritte Tor, das durch den nun folgenden Angriffswirbel nicht lange auf sich warten ließ: Jonczy tankte sich beherzt durch und seine scharfe Hereingabe prallte von der Brust des Kelheimers Florian Brehler zum 3:1 ins Tor (75.). Kurz zuvor wurde ein klasse herausgespieltes Tor von Dominik Haller aus unerfindlichen Gründen vom Unparteiischen annulliert. Vom Gegner kam nun so gut wie nichts mehr, die DJK hatte noch mehrmals die Möglichkeit, das Ergebnis nach oben zu schrauben, doch es blieb letztendlich beim 3:1-Arbeitssieg.
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