Ammerthal hebt Vereinsförderung an
Mehr Geld für die Jugend

Politik
Ammerthal
17.11.2016
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Die Ammerthaler Vereine, die Jugendarbeit betreiben, dürfen hoffen, ab Januar kommenden Jahres in den Genuss einer höheren Förderung zu kommen. Darüber hat jetzt der Gemeinderat diskutiert.

Bereits im Februar hatte das Gremium festgelegt, sich bis Ende dieses Jahres über eine Erhöhung der Jugendförderung verständigen zu wollen. Das ist jetzt geschehen. Bis 31. Dezember erhalten die Vereine nach den Richtlinien der Kommune einen jährlichen Jugend-Zuschuss von fünf Euro pro Jahr für jedes Mitglied, das Ende 2016 das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Endgültig beschließen will der Gemeinderat eine Erhöhung in seiner letzten Sitzung im Dezember. Bis dahin können einige Vorschläge diskutiert werden, die in den Raum gestellt wurden. So regte Stephan Koller (BFA) an, die Jugendförderung grundsätzlich auf ein Sonderkonto zu buchen. Von dort könnte es von der Verwaltung für die Vereine abgerufen werden. Koller denkt an eine Erhöhung des jährlichen Zuschusses um 60 Prozent, also auf acht Euro pro Jugendlichen. Auch eine separate Förderung für Organisationen, die sich am Ferienprogramm beteiligen, könnte er sich vorstellen. An eine gestaffelte Förderung, entsprechend der Mitgliederzahlen, könne man ebenfalls denken.

Georg Paulus (CWG) hat gegen ein Sonderkonto Jugendförderung grundsätzlich nichts einzuwenden. Er hält einen Zuschuss von zehn Euro pro Jahr für denkbar. Die Förderung an die Zahl der Mitglieder zu koppeln, hält er allerdings für problematisch. Fest steht: Eine Erhöhung der Jugendförderung wird zum 1. Januar kommen. Die Details werden im Dezember festgelegt.

Wenn Ammerthal schon mit dem Prädikat "Schöne Gemeinde" ausgezeichnet sei, könne der professionelle Aufbau eines Wanderwegnetzes ein zusätzlicher Pluspunkt sein, meinte Bürgermeisterin Alexandra Sitter. Mario Flierl sah in der Auszeichnung "auch eine gute Werbung für Ammerthal, da gehört so ein Wanderwegnetz dazu". Dieses Thema mit den "umliegenden Gemeinden gemeinsam angehen" möchte 2. Bürgermeister Dr. Hans Lang. Das liegt nach den Worten der Bürgermeisterin auch im Interesse der Nachbar-Kommunen.

hat im September von der Firma Schettler Consulting ein Angebot für den Aufbau eines solchen Wanderwegenetzes mit modernem Leitsystem, einer Ergänzung des bestehenden Netzes, Wegetafel, Hinweisschildern und maßstabsgerechtem Kartenmaterial eingeholt. Der Brutto-Gesamtpreis liegt bei rund 7200 Euro. Ein Sponsoring in Höhe von 630 Euro durch den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) könnte Ammerthal beantragen. Gemeinderat Georg Paulus fand den Preis von rund 7200 Euro zu hoch. Er regte an, sich um eine kostengünstigere Möglichkeit zu bemühen.

E-Bike-LadestationIm weiteren Sinne zum Thema Wanderwegsystem/Naherholung in Ammerthal passt auch eine ins Auge gefasste E-Bike-Ladestation am Druckerhöhungspumpwerk.

Der Gedanke fußt auf einem Antrag der UWG/BFA und beinhaltet auch die Installation einer Photovoltaik-Anlage am Pumpwerk. Mit den Erträgen, die durch die Einspeisung des Stroms in das Netz erzielt werden, könnte nämlich die E-Bike-Ladestation betrieben werden.

"Als eine gute Idee, die noch wachsen muss", bezeichnete Stephan Koller den Antrag. Die Verwaltung sollte dazu einige Angebote einholen. Georg Paulus machte deutlich, dass seine Fraktion die Idee unterstütze. Dennoch sollte man sich nochmals Gedanken über den Standort machen. Paulus hält einen Platz in der Ortsmitte für passender: Dort könne nämlich die relativ lange Auflade-Wartezeit besser überbrückt werden. Das soll noch erörtert werden. Zunächst wird die Verwaltung die Kosten ermitteln und Angebote einholen. (e)
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