Ammerthaler Bürgermeisterin Alexandra Sitter will künftig gegen Vorwürfe der Opposition ...
„Schlicht und einfach Lügen“

Politik
Ammerthal
30.11.2016
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Bürgermeisterin Alexandra Sitter will künftig gegen Anfeindungen und Verleumdungen gegen sie anwaltlich vorgehen. Das kündigte sie laut einer Pressemitteilung beim UWG-Treff im Gasthof Michl in Dietersberg an. Als Beispiel nannte sie Vorwürfe wegen "Vorteilsnahme durch von der Gemeinde bezahlte Urlaube" anlässlich des Besuchs der Patengemeinde in Israel. "Das sind schlicht und einfach Lügen", sagte sie. "Aber wenn man auf der Sachebene nicht mehr weiterkommt, dann greift man gern zu solchen Mitteln. Ich habe solche Dinge zuhauf in der Wasserstreitzeit erlebt, nehme dies aber nicht mehr hin", so die Bürgermeisterin.

Gut besucht war der Treff im Gasthof Michl in Dietersberg. Klares Indiz für die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG), die alte Stammtisch-Tradition wieder aufleben zu lassen, meinte Vorsitzender Mario Flierl. Dabei standen Bürgermeisterin Alexandra Sitter und 3. Bürgermeister Thomas Bär sowie die Gemeinderäte der Wählergemeinschaft Rede und Antwort. Flierl betonte: "Die Zusammenarbeit mit dem Bürger-Forum Ammerthal (BFA) funktioniert einwandfrei zum Nutzen der Gemeinde." Die Bürgermeisterin erachtete die vergangenen Sitzungen des Gemeinderats zwar als moderat und meist im öffentlichen Teil von Sachlichkeit getragen. Sie bedauerte aber die häufige und teils unentschuldigte Abwesenheit von CSU-Gemeinderäten.

Ein Brennpunkt der jüngsten Vergangenheit, die Beitragserhöhung bei der DJK wegen UWG und BFA, wurde diskutiert. Eine fehlende Unterstützung der Gemeinde, wie vom Vorstand als Hauptgrund angeführt, wiesen alle Mandatsträger der UWG entschieden zurück. Eine Erhöhung der Förderung für Jugendliche sei mit Zustimmung aller Gemeinderäte auf Ende dieses Jahres vertagt worden und werde dann auch beschlossen, wie schon signalisiert. Seit 2008 habe die Gemeinde über 50 000 Euro Vereinsförderung für die DJK geleistet.

Jetzt die Gemeinde für Beitragserhöhungen mitverantwortlich zu machen, sei schon eine Frechheit und überaus schlechter Stil, klagte Sitter. Zuschüsse über 10 000 Euro für die Sanierung des Sportheims und für Energiekosten sprächen eine andere Sprache. Die Rückzahlung eines Darlehens habe man bisher nicht eingefordert, ein Erlass sei aber laut Aufsichtsbehörde nicht möglich. Vereinsinterne Fehler wie fehlende Rückstellungen über Jahre hinweg und ein Budgetdefizit müssten endlich korrigiert werden. Ein professionelles Wanderkonzept zusammen mit den Nachbargemeinden habe die Opposition wegen der Kosten von 7000 Euro abgelehnt, sagte Sitter. Auch die Erweiterung des Baugebietes Krummstriegel habe trotz nicht enden wollender Unkenrufe von CSU und CWG mit der Bauabnahme ein gutes Ende gefunden.

Nach dem Gewinn des Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden" auf Kreisebene vertritt Ammerthal den Landkreis beim Bezirksentscheid 2017. Die Gemeinde setze auf ein starkes Engagement der Bürger und der Vereine, sagte Sitter. Ammerthal, das seit langem Flüchtlinge beherberge, kenne keinerlei Beschwerden über die im Gebäude der Waisenhausstiftung lebenden Familien aus Syrien und dem Irak. Alle anerkannten Flüchtlinge besuchten die Schule oder Sprachkurse.
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