Ammerthal versiebt etliche Chancen
Kalte Dusche nicht ganz so kalt

"Wir haben schon gut 20 Minuten gebraucht, um uns an den Kunstrasenplatz zu gewöhnen." Zitat: Jürgen Press, Trainer der DJK Ammerthal
Sport
Ammerthal
14.11.2016
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Bamberg/Ammerthal. In einem überaus temporeiches und insgesamt auf sehr hohen Niveau ausgetragenen Bayernliga-Match trennten sich die DJK Don Bosco Bamberg und die DJK Ammerthal nach mitreißenden 90 Minuten leistungsgerecht mit 1:1. Ammerthal bleibt somit unter dem neuen Trainer Jürgen Press auch im siebten Spiel nacheinander unbesiegt: "Wir haben schon gut 20 Minuten gebraucht, um uns an den Kunstrasenplatz zu gewöhnen, haben dann aber immer besser ins Spiel gefunden dank einer guten Mannschaftsleistung auch völlig verdient einen Punkt mitgenommen."

Es deutete alles auf einen verheißungsvollen Beginn für die Ammerthaler hin, nachdem eine klasse Direktabnahme von Michael Jonczy bereits in der ersten Minute des Spiels gerade noch zur Ecke geklärt wurde. Dies war allerdings über einen längeren Zeitraum dann die einzige nennenswerte Möglichkeit für die Oberpfälzer, die gegen einem gut aufgelegten Gastgeber Schwerstarbeit verrichten mussten, um nicht in Rückstand zu geraten.

Denn in der Folgezeit stand DJK-Torwart Marcel Schumacher mehrmals im Brennpunkt des Geschehens. In der 4. Minute klärte Ammerthals Nummer eins gegen Martin Körner ebenso bravourös wie in der 10. Minute gegen Markus Fischer. Die nächste gute Gelegenheit gehörte dann den Ammerthaler als Tom Abadjiew nach einen genialem Anspiel von Jonczy in Torwart Christoph Trunk seinen Meister fand. Beide Team lieferten sich im weiterem Verlauf einen offenen und sehenswerten Schlagabtausch mit zahlreichen herausragen den Aktionen. Es entwickelte sich einen sehenswertes Spiel so richtig nach dem Geschmack der über 300 begeisterten Zuschauern, darunter auch eine große Fangemeinschaft aus Ammerthal.

Kurz vor dem Seitenwechsel demonstrierten die Ammerthaler nochmals ihre Gefährlichkeit durch Dominik Haller, der einen mustergültige Vorlage von Friedrich Lieder in aussichtsreicher Position über den Kasten drosch. Es lief bereits die Nachspielzeit der ersten Hälfte, als die Elf um DJK-Kapitän Johannes Kohl eiskalt zuschlug: Tom Abadjiew erkämpfte sich an der Mittellinie den Ball, zog auf und davon, passte zu Dominik Haller, der Michael Jonczy bediente und Ammerthals Toptorjäger lochte unhaltbar zum 0:1 ein. Die zweiten 45 Minuten entwickelten sich dann zum Spiel der verpassten Möglichkeiten für die Press-Truppe, die es mehrmals versäumte, den Sack frühzeitig zu zumachen. So hätte Jonczy in der 50., 58. und 66. Minute für klaren Verhältnisse sorgen können, nachdem er für ihn eigentlich untypische drei hundertprozentige Chancen liegen ließ. Nun kam auch noch Pech hinzu, als Dominik Mandula in der 69. Minute nach einem herausragend gespielten Angriff nur den Pfosten traf.

Statt einer klaren Führung folgte in der 79. Minute die kalte Dusche. Nicolas Wunder war mit einem unhaltbaren Distanzschuss zum 1:1-Ausgleich erfolgreich. Mit diesem Ergebnis wollten sich die Ammerthaler nicht zufrieden geben und drängten auf die erneute Führung. Diese schien nach einer Ecke von Haller fällig, der erneut bärenstark auftretenden Ammerthaler Innenverteidiger Mario Zitzmann stieg im Zentrum am höchsten und köpfte die Kugel an den Pfosten (87.).

Ammerthal blieb am Drücker hatte den Siegtreffer noch zweimal auf dem Schlappen. In der 90. Minute war Tobias Laurer über die rechte Seite nicht mehr zu stoppen, doch Jonczy konnte seine klasse Zuspiel nicht verwerten. Praktisch mit dem Schlusspfiff stockte den Bamberger nochmals der Atem als Benjamin Burger die letzte Top Chance für Ammerthal nur um Haaresbreite am Tor vorbei setzte. "Das 0:1 mit dem Halbzeitpfiff war wie ein Genickschlag für uns. In der zweiten Halbzeit hatte wir großes Glück, dass Ammerthal seine guten Konterchancen nicht nutzen konnte", so die Analyse von Bambergs Trainer Gerd Schimmer.

Wir haben schon gut 20 Minuten gebraucht, um uns an den Kunstrasenplatz zu gewöhnen.Jürgen Press, Trainer der DJK Ammerthal
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